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Insel im Breslauer Zentrum steht zum Verkauf Drucken E-Mail

        
Die Agentur für Militärvermögen (AMW) möchte sich bis zum Jahresende mit einem Knaller verabschieden, denn dann wird sie aufgelöst. Bis dahin sollen die Aktiva meistbietend vermarktet werden. Geschätzt wird der  Gesamtwert  für fast 2.500 Gebäude und  9.700 ha  Grundstücke auf rund eine Milliarde Zloty (345 Mio. Euro). Die Rosine ist die Breslauer Oder - Insel in Kepa Mieszczanska, knapp zehn Fußminuten entfernt vom historischen Marktplatz Rynek (Foto Mitte). Interessenten sind aufgerufen, das Limit von 390 Millionen  Zloty (155 Mio. Euro) zu überbieten. Kommt es bis Jahresende nicht zum Verkauf, soll danach  die Stadt Breslau ihr Bestes versuchen als treuhänderischer Vermarkter.

Rzeczpospolita/Polen am Morgen/AMW/ds/05.10.2008

 
Wußten Sie, daß... Drucken E-Mail
                                            

... der Chiffriercode der deutschen ENIGMA zuerst von polnischen Mathematikern geknackt wurde?

Die von den Deutschen für nicht entschlüsselbar gehaltene Funk-Chiffriermaschine ENIGMA hatten die polnischen Mathematiker  Rozycki, Rejewski und Zygalski bereits vor Kriegsausbruch größtenteils geknackt und ihre Kenntnisse dem französischen Geheimdienst zugearbeitet.

                             

Mit Kriegsausbruch flohen die Drei nach Frankreich. Das Problem war, dass die Deutschen ihr Chiffriersystem ständig verbessernd modifizierten, die Polen blieben aber durchaus am Ball. Mit der Kapitulation von Frankreich flohen  Rejewski und Zyaski  nach England (Rozicki war 1940 gestorben). Doch die englische Generalität traute   ihnen nicht zu, besser zu sein als das Heer der von ihnen eingesetzten Experten.

Entsprechend kontrovers ist seither die historische Aufarbeitung in England und Polen:
Für England steht fest, dass  der eigene Beitrag zur Code-Entschlüsselung den Krieg um wenigstens zwei Jahre verkürzt hat. Aus den entschlüsselten Funksprüchen seien  alle deutschen Gefechtsstellungen am Atlantikwall bekannt gewesen -  und dies habe der D-Day-Invasion zum Erfolg verholfen. Der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte, General Eisenhower, erklärte später, die  Invasion habe nur Dank der Entschlüsselung des ENIGMA –Codes erfolgreich durchgeführt werden können.

Polnische Historiker vertreten den Standpunkt, dass die „Arroganz“ der Engländer  ihren  Mathematikern gegenüber den 1940 noch europäischen Krieg erst zum Weltkrieg eskalieren ließ. 1940 befanden sich weder die USA noch Russland im Krieg mit Deutschland.
 
Die Geschichte um die ENIGMA liest sich wie ein Bestseller-Krimi. Hierzu  Links zu zwei lesenswerten  und – natürlich – teils kontroversen Dokumentationen:

http://www.exil-archiv.de/html/biografien/rejewski.html
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ultra/wicher.htm

Mehr: Siehe  Kategorie "Wußten Sie, daß..."

 

 
Führungswechsel am Deutschen Historischen Institut in Warschau Drucken E-Mail

Das Deutsche Historische Institut in Warschau (DHI) hat einen neuen Leiter. Der Historiker Prof. Dr. Eduard Mühle (51) tritt die  Nachfolge von Klaus Ziemer an. Mühle kommt als  Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg und Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte Ostmitteleuropas und Osteuropas an der  Wilhelms-Universität Münster nach Warschau – und ist bereits bestens eingearbeitet: Seit 2006 steht er  dem Wissenschaftlichen Beirat des Warschauer DHI vor. Seine vierbändige  „Geschichte Ostmitteleuropas“ fand durchweg anerkennende  Rezensionen.

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Hoopla.pl im operativen Stolpergang Drucken E-Mail

Polens sechstgrößtes Internet - Versandhaus Hoopla ist verschiedenen Meldungen zufolge  insolvent, operiert  aber  noch online. Pikant: Noch im Oktober 2007 hatte Wirtschaftsprüfer Deloitte Hoopla als dynamischen Aufsteiger in Mittelosteuropa gelobt und mit dem Titel „Rising Star“ ausgezeichnet. Trotzdem wollte Wochen später beim Börsengang niemand Hoopla-Aktien kaufen, weshalb Investitionspläne in der Schublade blieben.
Nach rund 15 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr verabschiedete sich Monate später der größte Anteilseigner, die börsennotierte MCI Management, und verkaufte seine 41.95 Prozent. Wenige Tage darauf erlosch der Deloitte-Star  kurzweilig im Netz. Nun geht das Flackern wieder los: Der Bereich elektrische Haushaltsgeräte (Weiße Ware) wurde aus dem Angebot genommen.

Parkiet/Puls Biznesu/Polen am Morgen/ds/03.10.2008

 
Polen bleibt im Fußball-Streit hart, UEFA droht mit Roter Karte. Drucken E-Mail

Die Regierung in Warschau bleibt trotz der Drohungen durch den Weltverband FIFA im Konflikt mit dem Polnischen Fußball-Verband PZPN hart. Ministerpräsident Donald Tusk stärkte seinem Sportminister Miroslaw Drzewiecki, der seinen Auftrag in der «Säuberung» des Sports von Korruption und Rechtsbruch sieht, demonstrativ den Rücken. Drzewiecki habe seine «volle Unterstützung», versicherte Tusk und fragte, welchen Wert der Fußball habe, wo «ein Dieb nach dem anderen kommt». Es sei besser, harte Entscheidungen zu treffen, um den Sport zu sanieren, betonte Tusk. Die Zeitung «Polska» hatte zuvor spekuliert, die Regierung könnte den Sportminister opfern, um Polens Teilnahme an der WM-Ausscheidung zu retten.

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Polen feiern Tag der Deutschen Einheit schaurig-gruselig Drucken E-Mail

Zum Höhepunkt der morgigen Festlichkeiten hat  Botschafter Michael Gerdts ins Warschauer Nationaltheater geladen. Dort lebt dann der verstorbene (?) Noferatu auf, so wie erstmals 1921: stumm, schaurig, gruselig. Fritz Murnaus Stummfilmklassiker (mit Schauspieler Max Schreck !) wird musikalisch begleitet vom Filmorchester Babelsberg und dem  Orchester des Warschauer Nationaltheaters.

„Es ist wichtig, dass Polen und Deutsche die deutsche Wiedervereinigung gemeinsam feiern können, sagte der deutsche Botschafter in Polen, Michael Gerdts“.

Die gemeinsame Feier ist auch Abschluß einer umfassenden Präsenation des Landes Brandenburg mit Themen rund um Politik, Kultur und Wirtschaft. Das Motto der diesjährigen "Dni Brandenburgii" lautete "Brandenburg - offen für seine Nachbarn".

Polskie Radio/ds/02.10.2008

 
Pressemitteilung der FIFA: Drucken E-Mail

FIFA setzt Polen eine Frist

„Die FIFA hat heute einen Brief an den Präsidenten des polnischen Fussballverbandes (PZPN), Michal Listkiewicz, geschickt, in dem bekräftigt wird, dass die international anerkannte Führungsspitze des PZPN wieder eingesetzt werden muss, damit die zwei WM-Qualifikationsspiele Polen gegen Tschechische Republik und Slowakei gegen Polen ordnungsgemäß durchgeführt werden können, die für den 11. und 15. Oktober angesetzt sind.

In dem Brief wird der Mittag des 6. Oktober als Frist gesetzt. Bis dahin müssen die uneingeschränkte Kontrolle über die Räumlichkeiten des polnischen Verbandes, die satzungsgemäßen Befugnisse und alle Entscheidungsprozesse auf die von der FIFA und der UEFA anerkannten Führungskräfte übergehen. Bis zum gleichen Zeitpunkt muss auch die Ernennung des "kommissarischen Leiters" aufgehoben werden.
Der polnische Fussballverband wird auf die potenziellen Konsequenzen aufmerksam gemacht, die für den Fall einer Verletzung der FIFA-Statuten und des Reglements für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ vorgesehen sind, einschließlich Artikel 6.12 dieses Reglements.“

FIFA com/ds/02.10.2008

 
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