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Bischofskonferenz legt sich ins Kreuz für “Radio Maryja” Drucken E-Mail

In Polen wächst die Kritik am nationalen Rundfunkrat wegen dessen Haltung zur katholischen TV-Station "Trwam" ("Ich beharre"). Die Aufsichtsbehörde will der Station keine digitale Sendelizenz gewähren. Der Ständige Rat der Polnischen Bischofskonferenz warf dem Rundfunkrat am Montag vor, durch den Ausschluss des Kirchensenders das Prinzip der Meinungsvielfalt im Digital-TV zu verletzen. Zudem werteten die Bischöfe die Entscheidung als Verstoß gegen die "Gleichheit vor dem Gesetz". Sie appellierten an den Rundfunkrat, dem TV-Ableger des rechtskonservativen "Radio Maryja" doch noch eine Lizenz für das im Sommer 2013 in Polen startende Digitalfernsehen zu erteilen.


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Rückblick auf die polnische EU-Ratspräsidentschaft Drucken E-Mail

Als am 14. Juli 2009 Jerzy Buzek zum Präsidenten des  Europäischen Parlaments gewählt wurde, erhielt er mit 555 von 644 gültigen Stimmen mehr Zuspruch als alle seine Vorgänger. In seiner Programmrede legte er die Schwerpunkte seines Mandats dar: Die Staatengemeinschaft mit neuem Schwung bewegen, die Demokratie stärken, die Menschenrechte verteidigen, die Rolle der EU in einer multipolaren Welt stärker positionieren. Die Erwartung seiner Landsleute war moderat: 48 Prozent erwarteten von Buzek, daß er vor allem die für Polen wichtigen Themen angeht, 47 Prozent, daß er vor allem die EU-Gemeinschaft voranbringt. Die Polen-Analysen 101 mit einem Rückblick:

http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen101.pdf

ds/18.01.2012

 
Wulff hat das Idealbild Deutschlands zerstört Drucken E-Mail

In der britischen, französischen und italienischen Presse reibt man sich die Augen über die Aufgeregtheit in den deutschen Medien zur Causa Wulff. Dass der Bundespräsident  zuvor als Minister Niedersachsens im Landtag gelogen hat, dass er Amt und Privatleben in einen Zockertopf wirft, dass er Transparenz predigt und sie der  rhetorischen Wahrheit seiner Anwälte überläßt – all das gehört  im Vereinigten Königreich, in Frankreich und in Italien längst zur  Tagespolitik; nur wenn es auch noch um Sex geht, schlagen die Pressewellen hoch. Doch es gibt eine deutsche Empfindlichkeit, die aus den Lehren der Nazi-Zeit gezogen ist: Pressfreiheit. Auch sie hat Wulff als amtierender Bundespräsident mit den Füßen getreten.


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Regierung muß Auto-Standort Polen stärken. Drucken E-Mail

Der US-Autobauer General Motors wird nach Informationen der Tageszeitung Rzeczpospolita das Modell Chevrolet-Cruze in seinem polnischen Werk in Gliwice fertigen. Grundsätzlich aber tut die polnische Regierung zu wenig für Investoren, findet das konservative Blatt. Es kommentiert:

"Auf eine populistische Art hat sie eine Verbrauchssteuer für Autos mit Motoren über zwei Liter Hubraum ins Leben gerufen, obwohl solche Motoren in Polen hergestellt werden. Sie hat deutlich öfter Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt, als Straßen repariert. ... Deshalb muss man den Mitarbeitern der polnischen Motor-Fabriken dafür danken, dass sie sich einen Namen als die besten und effizientesten Arbeitnehmer in Europa gemacht haben. Und dass die Qualität der Autos, die aus unseren Fabriken kommen, sehr hoch ist. ... Polen hat bereits einige Investitionen in die Autobranche verloren, darunter eine Fabrik von Toyota. Es haben diejenigen Länder gewonnen, deren Politik gegenüber den Investoren dieser Branche freundlicher war."

eurotopics/ds/17.01.2012

 
Polen essen mehr Obst und Gemüse als Deutsche Drucken E-Mail

Laut einer Untersuchung des European Food Information Counsil (EUFIC) in den
13 größten EU-Ländern, läßt sich die Stereotype nicht weiter aufrechterhalten, derzufolge die Polen vor allem Fleisch essen. Tatsächlich gönnen sie sich mehr Obst und Gemüse als alle anderen Europäer: 577 Gramm täglich. Neben Polen erreichen nur noch drei europäische Länder den von der Weltgesundbeitsbehörde WHO empfohlenen täglichen Mindestverzehr von 400 Gramm an Obst und Gemüse: Italien (452), Deutschland (442) und Österreich (413).


EUFIC/tenews.pl/ds/16.01.2012

 
Homosexuelle Partnerschaften sollen anerkannt werden Drucken E-Mail

Noch vor ein paar Jahren galt das streng katholische  Polen als eines der schwulenfeindlichsten Länder der EU. Die letzte Oktoberwahl deutete bereits einen gesellschaftlichen Wandel an, der nun offenbar auch in der Gesetzgebung vollzogen wird. Möglichst schon Ende Januar soll ein Gesetz zur eingetragenen Partnerschaft eingebracht werden, kündigte Artur Dunin, Abgeordneter der Regierungspartei, in der Freitagausgabe der „Reczypospolita“ an: „Das  Angebot soll sich an unverheiratete heterosexuelle Paare wenden, aber auch homosexuellen  Paaren soll es offen stehen“, sagte Dunin. Dem Plan zufolge sollen jedoch verpartnerten Paaren nicht alle Rechte von Eheleuten gewährt werden.

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Sinnspruch... Drucken E-Mail

Fassen wir uns kurz. Die Welt ist übervölkert von Wörtern.
Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966), polnischer Satiriker.



Stanislaw Jerzy Lec war lange als Presseattache in Wien tätig. Viele seiner Aphorismen und Spitzfindigkeiten notierte er sich auf Servietten in Wiens Kaffeehäusern. Einmal ertappte ihn dabei ein Wiener Journalist, der ihn fragte, ob er auch größere Sachen schreibe? „Nein, nur große“, antwortete Lec.

15.01.2012

 
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