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Zwei Millionen Polen in der Schuldenfalle – so what? Drucken E-Mail

Er ist männlichen Geschlechts, zwischen 30 und 39 Jahre alt, lebt in Masowien oder Schlesien  - und steht bei seiner Bank mit 16.500 Zloty (3692 Euro) in der Kreide. So klassifiziert das Institut „Big Info Monitor“ den  durchschnittlich höchsten Schuldner des Landes nach Auswertung von Bankdateien und  der Kreditauskunft BIK. Landesweit  stehen  60 Prozent der Schuldner mit bis zu 5000 Zloty (1119 Euro) im Minus. Statitisch ist das durchschnittliche Monatsgehalt  auf 3.581 Zloty brutto bzw. 826 Euro gestiegen.
Im Vergleich mit Deutschland sind die Polen bemerkenswert disziplinierte Schuldner. In den vergangenen neun Monaten wurden rund 450.000 Schuldner aus dem polnischen Register gelöscht. Die deutsche SCHUFA hat mittlerweile fast 40 Prozent der Bevölkerung negativ notiert aus dem einen, anderen oder welchen Grund aus immer. Das ist statitisch europäischer Rekord. Davon lebt eine Inkasso-Fimen-Kultur - die Polen noch nicht hat.

Thenews.pl/ds/09.12.2011

 
Zott übernimmt Molkerei Bacha-Polska Drucken E-Mail

Die bayerische Großmolkerei Zott hat einen Übernahmevertrag für die  polnische Molkerei Bacha-Polska unterzeichnet. Das Unternehmen ist in den Segmenten Fruchtjoghurt und Desserts tätig, die bekanntesten Marken sind  „Finezja“ und „Smakija“. Bachas-Polska, 1991 gegründet, beschäftigt rund 140 Mitarbeiter und produziert in Glogowo nahe Torun.
Der diesjährige Umsatz wird mit rund 100 Millionen Zloty angegeben (23 Mio. Euro). Zum Kaufpreis schweigt sich das bayerische Familienunternehmen aus. Es gehört zu den führenden Molkereien Europas mit einem Umsatz von knapp 800 Millionen Euro und 1830 Mitarbeitern.

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Beschwerliche Geldsuche für 1. AKW Drucken E-Mail

Polens mehrheitlich staatlich kontrollierter Energiekonzern PGE tut sich schwer mit der Finanzierung des ersten Atomkraftwerks, meldet die Tageszeitung „Dziennik Gazeta Prawna“ unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Parlamentarier. Ihm zufolge halten sich die Banken bedeckt mit Finanzierungszusagen. Als Gründe gibt der Parlamentarier „Druck aus politischen Kreisen“ an und die Befürchtung der Banken, als Kreditgeber eine Protestreaktionen  auf sich zu ziehen, zudem stehe es auch mit der Kreditwürdigkeit von PGE nicht zum Besten. Experten schätzen den Finanzierungsbedarf auf 25 bis 30 Milliarden Zloty (5,5 – 6,5 Mrd. Euro).

WarsawVoice/ds/06.12.2011

 
Zoff um zu viel Ökostrom aus Deutschland Drucken E-Mail

„Polen gefährdet deutsche Energiewende“ alarmiert SPIEGEL ONLINE und läßt den Chef der  Deutschen Energie-Agentur  (Dena), Stephan Köhler, gleich  protestieren: "Wenn überschüssiger Wind- und Solarstrom nicht mehr ins Ausland abgeführt werden kann, dann wird das deutsche Stromnetz instabiler", warnt Köhler. Ähnlich sieht es der polnische Netzbetreiber PSE Operator: Er allerdings befürchtet unkontrollierbare Überlastungen im polnischen Netz, wenn deutscher Ökostrom nach Belieben eingespeist wird.
Zuviel Strom im Netz könnte polnische Kraftwerke zwingen, ihre Einspeisungen zurückzufahren, um mögliche Strom-Blackouts  infolge kollabierender Netze zu verhindern. PSE plane deshalb die Installation von Phasenschiebern, die  ein Zuviel an deutschem Ökostrom blockieren.

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Lufthansa gewinnt Hoheit im polnischen Cargo-Markt Drucken E-Mail
Der insgesamt immer noch eher bescheidene polnische Cargo-Markt wächst trotz lahmender Weltkonjunktur -  und Lufthansa steuert zielstrebig  Marktdominanz an. Schon jetzt kontrolliert der Kranich-Konzern 40 Prozent des Marktes und hat  soeben den neunten Standort auf dem Flughafen   Rzeszow-Jaionka im Karpartenvorland  eröffnet. Doch bisher kam nicht ein einziges Flugzeug zum Einsatz, denn Lufthansa lagert das Transportgut auf den Flugplätzen ein.
Von dort wird es per Schiff und Lastwagen zu den Zentrallagern in Wien und Frankfurt transportiert und logistisch weiterbefördert nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Noch ist der polnische Markt zu klein für kostenintensiveren Lufttransport. 2010 belief sich das Transportvolumen von und nach Polen auf 81.000 Tonnen - 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

PNB/ds/05.12.2011
 
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