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Ab dem 23. März 2008 sind in Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern Mitarbeiterräte zu bilden. Ihre Mitgliederzahl muss drei (in Betrieben mit 50 bis 250 Beschäftigten), fünf (von 251 bis 500 Beschäftigten) oder sieben (ab 501 Beschäftigten) betragen. Für Unternehmen ab 100 Mitarbeitern gilt das Gesetz bereits seit April 2006. In Unternehmen, in denen bereits Gewerkschaften vertreten sind, die zu den Bünden Solidarnosc, OPZZ oder Forum ZZ gehören, müssen diese mindestens von sieben Prozent der Belegschaft repräsentiert sein; für andere gewerkschaftliche Gruppierungen gilt eine zehnprozentige Belegschaftsquote. Der Arbeitgeber hat die Belegschaft über das Gesetz zu informieren und für die Ausrichtung der Wahlen zu sorgen.
Rzeczpopolita/PolenamMorgen/ds/15.02.2008. INFO: Gewerkschaftsgeschichte Polens von 1889 bis Juli 2007, veröffentlicht von der Friedrich Ebert Stiftung (9 S.,pdf): http://www.feswar.org.pl/13FES_info/ai-070719-Gewerkschaftsgeschichte%20Polen.pdf
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Die Allianz ist beim Einstieg ins polnische Bankengeschäft für Privatkunden einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Konzern habe bereits am Freitag die Genehmigung von der polnischen Finanzaufsichtsbehörde erhalten, sagte ein Allianz-Sprecher der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag in Warschau. Bisher ist der Konzern hier über seine Tochter Dresdner Bank vertreten, die allerdings nur Unternehmenskunden bedient. Die Allianz rechnet damit, dass sie bis Ende des laufenden Jahres die ersten Filialen eröffnen wird. Geplant sind insgesamt 60 Geschäftsstellen. Der Allianz-Konzern bereitet diesen Einstieg schon seit etwa einem Jahr vor. "Wir werden grundlegende Produkte fürs Bankgeschäft anbieten wie unterschiedliche Formen von Krediten", sagte der Sprecher. |
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Die 14 in Polen existierenden Sonderwirtschaftszonen (SWZ) mit einer Gesamtfläche von 8000 Hektar haben bisher 31 Milliarden Zloty an Investitionen auf sich gezogen und damit 160.000 Arbeitsplätze geschaffen. Von den Investitionen kommen 20 % aus Polen, 20 % aus den USA, 15,5 % aus Deutschland, 12,5 % aus Japan sowie 32 % aus anderen. Neben öffentlichen Fördermitteln haben Investoren Anspruch auf Steuerbefreiungen, wenn die geleisteten Ausgaben jährlich 100.000 Euro überschreiten oder – je nach Zone – zwischen 40 bis 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Beibehaltung bereits existierender SWZ vor Polens EU-Beitritt und die Einrichtung weiterer seit 2004 wurde in komplizierten Verhandlungen mit der EU vereinbart und ein Zeitraum von 20 Jahren festgelegt, was bedeutet, dass die zuletzt gebildeten 2017 aufgehoben werden. Eine Verlängerung müsste von der EU genehmigt werden, womit eher nicht zu rechnen ist, weil es um öffentliche Hilfen für die Privatwirtschaft geht – und um eine Gleichbehandlung aller EU – Staaten. Siehe Kategorie WIRTSCHAFT/Sonderwirtschaftszonen.
Deutsch-Polnische IHK/ds/08.02.2008 |
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„Unsere Geduld ist begrenzt“ sagte MAN-Chef Håkan Samuelsson zur kriselnden Bussparte des Konzerns, die im vergangenen Jahr den einzige Negativposten im besten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte darstellte. Um 300 Mio. auf 1.2 Mrd. Euro konnte der Gewinn gesteigert werden dank der Rekordwerte, die Lastwagen, Schiffsmotoren und Turbomaschinen einfuhren. Nur eben die Bussparte erwirtschaftete 13 Mio. Euro Miese – in Deutschland. In Polen, wo bereits jeder dritte von MAN verkaufte Stadtbus vom Band läuft, lagen 2006 die Lohnkosten pro Bus um 45.000 Euro niedriger, weshalb die komplette Produktion nach Krakau verlagert wurde, die Mitte diesen Jahres abgeschlossen sein soll. |
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Die börsennotierte BRE - Bank, an der die Commerzbank 70 Prozent der Anteile hält, zieht es gen Westen. Sie folgt so zu sagen dem Troß der polnischen Arbeitsmigranten, zwei Millionen oder mehr, die sich seit Polens EU-Beitritt in die offenen Arbeitsmärkte aufgemacht haben. Das sind inzwischen Großbritannien, Irland, Schweden, Spanien, Finnland, Griechenland, Portugal, Italien, die Niederlande und mit Einschränungen Belgien, Frankreich, Luxemburg sowie Dänemark. Deutschlands Koalitionsregierung ist sich noch uneins: Die SPD votiert für eine vollständige Marktöffnung im kommenden Jahr, die CDU möchte damit lieber bis 2011 warten. Geschätzte vier Milliarden Euro haben Polens Arbeitsmigranten letztes Jahr nach Hause transferiert. Möglichst viel davon soll bald die BRE-Tochter mBank schleusen. Sie ist auf Online - Banking spezialisiert und hat ihr Auslandsdebüt in Tschechien und Slowenien mit Bravour bestanden. Binnen weniger Wochen konnten 65.000 Kunden in Tschechien und 45.000 in Slowenien akquiriert werden. |
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