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Polen führt den Festtag der Heiligen Drei Könige wieder als gesetzlichen Feiertag ein. Das Parlament beschloss am Freitag, den 6. Januar ab dem kommenden Jahr zu einem arbeitsfreien Tag zu machen. Zugleich wurde der Anspruch der Arbeitnehmer auf einen freien Wochentag abgeschafft, wenn ein Feiertag auf einen Samstag fallen sollte. 370 Abgeordnete stimmten für den Beschluss, 44 waren dagegen. Die rechtsliberale „Bürgerplattform“ von Ministerpräsident Donald Tusk hatte den Kompromiss vorgeschlagen. Die kommunistische Regierung hatte den bis 1960 bestehenden Feiertag Dreikönig abgeschafft. Seine Wiedereinführung geht zum Großteil auf eine von 700.000 Polen unterschriebene Volksinitiative aus dem Jahr 2008 zurück. kann/ 25.10.2010
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Eine katholische Bewegung will Jesus formell als König von Polen inthronisieren. Die Amtskirche ist von der Idee wenig begeistert.
Ein Bericht aus Warschau von Gerhard Gnauck auf Welt Online:
Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Als schwedische, russische und brandenburgische Truppen Polen besetzt hielten, als das berühmte Kloster in Tschenstochau nur mit Mühe verteidigt werden konnte, erklärte König Johann Kasimir die Mutter Gottes zur „Königin Polens“. Das war 1656. Am vorigen Sonntag zog eine Demonstration durch Warschau, die ebenfalls eine außergewöhnliche Forderung stellte: Jesus Christus solle formell „als König von Polen inthronisiert werden“. Betend, singend, Fahnen und Bilder eines gekrönten Christus schwenkend zogen mindestens tausend Teilnehmer vom Parlament zum Präsidentenpalast. Auch die blaue EU-Fahne war zu sehen, allerdings mit der Jungfrau Maria inmitten der Sterne. Was historisch korrekt ist: Die Sterne der EU hatten die Gründerväter der Gemeinschaft dem Sternenkranz der Gottesmutter entliehen.
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Der Ostersonntag beginnt in Polen traditionell mit der Auferstehungsmesse. Danach folgt das Osterfrühstück als Hauptmahlzeit an diesem Tag. Auf den Tisch kommen die Speisen aus dem geweihten Korb und vieles mehr: Brot, bunte Ostereier, typische polnische Weißwurst mit Ćwikła (Rote Beete mit Meerrettich vermischt), Schinken, Aufschnitt, Pasteten, Gemüsesalat und als Dessert Baby (Hefekuchen), Pascha (eine Art Käsekuchen), Mohnkuchen und der typische Osterkuchen in Polen – Mazurek. Danach ist „Smigus-Dyngus“ angesagt. |
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Vergangenes Jahr sahen sich noch 29 Prozent der Polen in der Lage, etwas Geld auf die hohe Kante zu legen. Dieses Jahr wird eher schwieriger, gaben 67 Prozent in einer repräsentativen GfK-Umfrage an, darunter haben 58 Prozent bereits jegliche Sparpläne aufgegeben. Die wieder zunehmende Arbeitslosigkeit nährt den Pessimismus. Unter jenen, die 2009 sparen konnten, brachten es 12 Prozent auf durchschnittlich 1000 Zloty (250 Euro). Nur ein Prozent hatte über 10.000 Zloty fürs Sparbuch übrig.
Rzeczpospolita/Polish Market/ds/24.03.2010, |
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Ihren alten, grimmig angriffslustigen Wappen-Bison hat die Woidwodschaft Podlaskie in Rente geschickt, neuer Repräsentant ist ein poppiger Patchwork-Bison. Die PR-Leute hatten aus Befragungen die Erkenntnis gezogen, dass der Oldie „unattraktiv, archaich und langweilig“ daherkommt – und überdies von den Meisten der Stadt Bialystok zugerechnet wird. Die Kraft und Energie, die das Tier ausstrahlt, wollte man sich schon erhalten als symbolische Attribute für die Region, aber im modernen Fellkleid. Die Aufgabenstellung war nicht leicht zu lösen, denn es wimmelt nur so an Stieren, Bisons und Rindern in Stadtwappen – quer durch Europa. Professor Leon Tarasewicz zerlegte den Bison in bunte Patchwork-Bits. Der in der Region in Walily geborene Professor ist ein über Polens Grenzen hinaus bekannter Künstler. Zu seinen Auszeichnungen zählen u.a. der „Passport-Prize“ des Wochenmagazins „Polytika“, der „Jan Cybis Prize“, „Zofia and Jerzy Nowosielski Prize“ und der„Grand Award of the Culture Foundation for 2006“.
PAIiIZ/ds/13.02.2010
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