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Erste Schule in Polen verbannt Kruzifixe Drucken E-Mail

Eine Privatschule in Krakau mit 170 Kindern hat sich als erste Schule in Polen dazu entschieden, Kreuze von den Wänden der Klassenzimmer zu entfernen. Geschäftsleute, die namentlich nicht in der Öffentlichkeit genannt werden wollen, übernahmen die Schule im September und entschieden sich für den Schritt. Rund die Hälfte  der Schüler und Schülerinnen haben ausländischen Hintergrund, einige gehören keiner Konfession an.
"Wir sind tolerant und offen gegenüber Kindern anderer Nationalitäten und anderer Glaubensrichtungen", erklärte die Direktorin der Schule "Salwator", Magdalena Siekanska, den Schritt gegenüber der Zeitung "Gazeta Wyborcza". Einer der Schuleigentümer sagte der Zeitung, nicht-christliche Schüler könnten sich in einem Klassenzimmer mit einem Kreuz "unwohl" fühlen. Eine Bildungseinrichtung müsse sich aber an Kinder aller Glaubensrichtungen wenden, so der Eigentümer.
 

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Das schönste polnische Wort: Zdzblo. Drucken E-Mail

Die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" suchte monatelang das schönste Wort der polnischen Sprache. Aus mehr als 700 Vorschlägen der Leser wurde nun das Wort „źdźbło“ (Deutsch: Halm) gewählt. Das Wort klinge einmalig und sei selbst für Polen schwer auszusprechen, so die Begründung der Fachjury für das schönste polnische Wort.
Vom Juli bis September konnten die Leser ihre verschiedene Vorschläge zuschicken, aus denen später Sprachwissenschaftler zusammen mit Journalisten das schönste Wort auswählten. Auch die Wörter „jednakowoż“ (zugleich), „niezapominajka“ (Vergissmeinnicht) oder „śnieg“ (Schnee) kamen in die engere Auswahl.

Point.Deutsch-Polnischer Kalender/19.10.2010

 
Sexualerziehung: Vor der Heirat darf man nicht. Drucken E-Mail

Sex ist für die jungen Polen eine Mischung aus Pornografie und Aberglauben wie etwa der Behauptung, beim ersten Geschlechtsverkehr sei man unfruchtbar. Das geht aus dem neuesten Bericht der privaten Aufklärungseinrichtung Grupa Edukatorów Seksualnych Ponton hervor. Schuld daran tragen Gesellschaft und Politik, meint die Onlineausgabe des Nachrichtenmagazins Polityka:
"Der polnische Staat tut so, als ob die Jugend keinen Sex hat. Das hört sich nämlich moralisch richtig an, steht im Einklang mit den Werten und ist zudem irgendwie anständig. Deswegen sei eine Sexualerziehung der Jugend überflüssig. Es reicht aus, dass sie in der Kirche hört, dass man vor der Heirat nicht darf. Und den Rest erfährt man dann während des vorehelichen Unterrichts [einem gebührenpflichtigen obligatorischen Kurs über das Eheleben für polnische Paare, die kirchlich heiraten]. Und wenn sich ein verantwortungsvoller Teenager vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen will und um die Hilfe eines Gynäkologen bittet, dann schickt dieser ihn vorschriftsmäßig zu den Eltern zurück."

eurotopics/Foto:blick.ch/ds/12.10.2010

 
Update zum polnischen Bildungssystem Drucken E-Mail
Der politische Umbruch des Jahres 1989 löste im polnischen Bildungsbereich einen tiefgreifenden Wandel aus, der sich sowohl durch institutionelle als auch konzeptionelle Reformelemente auszeichnete und anfangs teilweise von unkoordinierten oder auch widersprüchlichen, insgesamt jedoch tiefgreifenden Reformmaßnahmen begleitet wurde.
Im OECD-Ranking von 28 Ländern belegte Polen im Untersuchungsjahr 2006 Platz 22. Eine aktuellere Untersuchung liegt noch nicht vor, fest steht jedoch bereits: Polen hat mächtig aufgeholt. Dr. Sonja Steier vom Institut für Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum hat die Entwicklungsstufen analysiert und mit  Statistik und Diagrammen dokumentiert.
Link zur Studie (PDF, 13  Seiten):
http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen76.pdf

ds/06.10.2010
 
Erzbischof hat keinen Bock auf Jesus als König von Polen Drucken E-Mail

Die polnischen Bischöfe haben den Vorschlag einer Bürgerbewegung zurückgewiesen, Jesus zum König zu erklären. Über tausend „König Jesus“- Anhänger waren am Wochenende in Warschau aufmarschiert. Doch der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jozef Michalik, hält nichts davon. Das Königreich Jesu sei „nicht von dieser Welt“, erklärte er zum Abschluss einer Vollversammlung des Episkopats in Warschau - anerkannte jedoch ausdrücklich die guten Absichten der Bürgerbewegung an, zu  der  die katholische „Bewegung der Souveränität des polnischen Volkes“ aufgerufen hatte.
Bereits 2006 hatte die katholische Kirche rund 40 Abgeordnete kritisiert, die damals Jesus ebenfalls zum König des Landes ausrufen wollten. Über einen solchen Antrag stimmte das Parlament aber nie ab. Die Initiatoren hatten darauf verwiesen, dass die Muttergottes Maria 1656 offiziell zur „Königin Polens“ ernannt wurde.

Welt Online/kna/ds/30.09.2010

 
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