Die polnische Volksinitiative zur Wiedereinführung des Dreikönigstags (Epiphanie-Fest) als gesetzlicher Feiertag ist gescheitert. Das Parlament lehnte am Freitag mit den Stimmen der liberalkonservativen Regierungskoalition in erster Lesung ab, dass der 6. Januar wieder arbeitsfrei wird. 207 Abgeordnete votierten gegen die von 700.000 Polen unterschriebene Volksinitiative, 186 dafür; zwei enthielten sich. Die Bürgerplattform (PO) von Ministerpräsident Donald Tusk begründete ihr Nein damit, dass ein zusätzlicher Feiertag mehr als eine Milliarde Euro kosten würde. Das könne sich das Land nicht leisten. Die Opposition befürwortet wie auch die Kirche und die Gewerkschaft "Solidarnosc" die Volksinitiative. Das Präsidium der Bischofskonferenz hatte in einem Brief an Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski für den Feiertag geworben. Die polnischen Kommunisten hatten den gesetzlichen Feiertag 1960 abgeschafft.
kathweb/sternsinger/ds/20.10.2008 |
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Angestoßen durch einen Appell der Tageszeitung Gazeta Wyborcza will die Bürgerplattform Vätern ab 2010 einen einwöchigen Urlaub schenken, damit sie mit Frau und Baby zusammen sein können. Das würde den Staat etwa 75 Milionen Zloty (26 Mio. Euro) kosten. Mütter dürfen nach der Entbindung 26 Wochen bezahlten Urlaub beanspruchen. Den Vorschlag unterstützen auch die Recht und Gerechtigkeit (PiS) sowie die Allianz der demokratischen Linken (SLD). Ex-Arbeitsministerin Joanna Kluzik-Rostowska würde sich sogar vier Wochen Urlaub für frischgebackene Väter wünschen.
gazeta.pl/Polen am Morgen/ds/14.10.2008 |
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Polens Bischöfe sind besorgt über die Entwicklung und haben deshalb verschiedene Maßnahmen beschlossen, wie Austritten aus der katholischen Kirche erschwerend zu begegnen ist. So wurde jetzt u.a. verfügt, dass jeder Austrittswillige in Polen persönlich bei seinem Priester mit Zeugenbegleitung vorsprechen muss. Außerdem werde jeder Ausgetretene mit einem Kirchenbann belegt.
rf-news/ds/02.10.2008
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Während im EU-Schnitt zugelassene PKWs acht Jahre alt sind, rollen in Polen durchschnittlich 14,3 Jahre alte PKWs über die Straßen. Der Vorsitzende des Verbandes der Automobilindustrie (PZPM), Jakub Farys, befürchtet, Polen könnte sich zu einer Art Oldtimer-Museum entwickeln. Was den Beobachtern Sorge bereitet: Das Durchschnittsalter nimmt zu. 2006 hatte es noch 14 Jahre betragen. 2007 ist laut Samar die Zahl der zugelassenen PKWs um neun Prozent bzw. um 1,1 Mio. Fahrzeuge gestiegen. Ende 2007 waren 14,6 Mio. Autos in Polen zugelassen. Das macht 383 PKWs auf 1000 Einwohner. Im EU-Schnitt sind es 500 PKWs. Obwohl Diesel inzwischen fast genauso viel wie Benzin kostet, kaufen die Polen lieber Pkw mit Dieselmotoren, deren Absatz 2007 um das Achtfache zunahm. Vorwiegend sind es Unternehmen, deren Dienstwagen lange Strecken fahren müssen. Da macht sich der kleine Preisunterschied beim Kraftstoffverbrauch noch bemerkbar.
Rzeczpospolita/GUS/Polen am Morgen/ds/08.09.2008 |
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Laut dem Hauptstatistikamt GUS sind derzeit 15,7 Mio. Polen erwerbstätig. Das ist ein Rekord seit der Wende von 1989. Auch die Arbeitslosigkeit hat (nach BAEL-Methode ermittelt) mit 7,1 Prozent ein historisches Tief erreicht, 2004 lag sie noch bei 21 Prozent. Mit diesen Zahlen hat Polen statistisch mit Frankreich, der Slowakei, Deutschland, Spanien und Griechenland gleichgezogen. Dennoch bleibt ein Rekord im EU-Vergleich: 14,5 Millionen PolenInnen sind arbeitslos gemeldet. Sie suchen keinen Job. Mit einer Beschäftigungsquote von 59 Prozent bildet Polen deshalb das EU-Schlusslicht. 70 Prozent der PolenInnen zwischen 55 und 64 Jahren arbeiten nicht. In den westlichen EU-Ländern malochen in dieser Altersgruppe noch über 50 Prozent.
Gazetaprawna/Polen am Morgen/ds/06.2008 |
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