Gleich nach der Sommerpause will sich der Sejm mit dem populistischen Thema der Wiedereinführung des Dreikönigstags als gesetzlichen Feiertag befassen. Er war 1960 abgeschafft worden. Für die Wiedereinführung hatte der Bürgermeister von Lodz, Jerzy Kropiwnicki, extra ein Komitee gegründet und 600.000 Unterschriften sammeln lassen. Ab 100.000 Signaturen ist der Sejm dazu verpflichtet, sich damit zu befassen. In Deutschland ist der "Dreikönigstag" am 6. Januar in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt gesetzlicher Feiertag. Ebenfalls als Feiertag begangen wird er in ganz Österreich, Italien, Schweden, Finnland, Kroatien, Liechtenstein, der Slowakei und Spanien sowie in vereinzelten Teilen der Schweiz. Vergangenes Jahr „ersangen“ über 500.000 Sternkinder in 12.223 deutschen Gemeinden 38,8 Millionen Euro.
Rzeczpospolita/Polen am Morgen/wikipedia/messdiener.st-josef-kempen/ds/28.08.2008 |
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Seit der politischen Wende von 1989 haben alle polnischen Regierungen im Wahlkampf die „Frauenfrage“ auf ihre Fahne geschrieben und versprochen, für die Frauen ein Gleichstellungsgesetz in der Verfassung zu verankern. Dazu ist es bis heute nicht gekommen. Dafür aber Anfang der 1990er-Jahre zu einem Abtreibungsgesetz, dass den Polinnen das Recht verwehrt, über ihren Körper und die Schwangerschaft selbst zu verfügen. Repräsentative Umfragen aus den Jahren 1995, 1998 und 2006 bestätigen, dass sich die gesellschaftliche Stellung der Frauen in 12 Jahren kaum verbessert hat – siehe LINK zur Analayse. |
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54 Prozent der über 15-jährigen Polen haben kein Bankkonto, und aus dieser Mehrheit können sich nur acht Prozent vorstellen, irgendwann einmal ein Konto zu beantragen. Krzysztof Pietraszkiewicz, Vorsitzender des Polnischen Bankenverbandes ZBP, erklärt diese Entscheidung mit „mangelnder ökonomischer Bildung“. So sind beispielsweise rund acht Millionen Kreditkarten ausgegeben worden, aber nur 14 Prozent der Befragten gaben an, sie zu benutzen. |
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Die Polen sehen Deutschland immer positiver. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes CBOS. 38 Prozent bewerten das Verhältnis zu Deutschland als gut. Damit hat sich dieser Wert innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Für neun Prozent ist das Verhältnis schlecht. Die Mehrheit (47%) nennt das Verhältnis weder gut noch schlecht. Besonders junge Leute sind Deutschland gegenüber positiv eingestellt. Ältere Menschen über 65 zeigen sich eher skeptisch. Das größte Hindernis zwischen Deutschen und Polen ist laut Umfrage der Umgang mit der Geschichte, beispielsweise das geplante Vertriebenenzentrum, deutsche Eigentumsansprüche in Polen und die Ostsee-Pipeline.
Polskie Radio/ds/14.05.2008 |
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Irena Sendlerowa ist im Alter von 98 Jahren in Warschau gestorben. Die polnische Kandidatin für den Friedensnobelpreis 2007 hatte während der Liquidierung des Warschauer Ghettos 2500 jüdische Kinder gerettet. Ihre Personaldaten hatten, verschlüsselt und in Einmachgläsern versteckt, den Krieg überstanden. Dadurch konnten die geretteten Kinder nach 1945 ihre Identität wiedererlangen. Sendlerowa wurde von der Gestapo gefoltert und zum Tode verurteilt. Sie entkam der Erschießung durch Bestechung eines Wachmannes – und kämpfte dann im Untergrund. Am 3.4.2007 berichteten wir über Irena Sendlerowa: |
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