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Die seit zwei Wochen
anhaltende Kälte hat europaweit bisher 300 Menschen das Leben gekostet, davon
allein 135 in der Ukraine, 68 in Polen und 60 in Russland. Diese Zahlen
verdeutlichen, wie prekär die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische
Lage in Osteuropa immer noch ist, meint die linksliberale Frankfurter Rundschau:
"Das bitterste Beispiel ist die Ukraine. ... Die Oligarchen haben
Milliardenreichtümer angehäuft und protzen mit Luxusjachten und anderen
Statussymbolen. Die Bevölkerung dagegen friert und hungert. ... Doch auch im
EU- und Wirtschaftswunderland Polen ist noch viel zu tun. ... Mehr als ein
Dutzend Menschen sind in ihren Häusern an Kohlenmonoxid-Vergiftungen gestorben,
weil die Heizungssysteme defekt waren. ... Das West-Ost-Gefälle in Europa
bleibt hoch. Ändern ließe sich das nur, wenn die EU und ihre stärksten
Mitglieder wie Deutschland und Frankreich eine weitere Angleichung als
vordringliche Aufgabe ernst nähmen."
eurotopics/08.02.2012
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Die USA haben ihre Botschaft in Damaskus
geschlossen und alle Diplomaten aus Syrien
abgezogen. Botschafter Robert Ford und 17 weitere Diplomaten seien bereits am
Montag ausgereist. Schon im Januar hatte das US-Außernministerium mit der
Schließung der Botschaft
gedroht, sollte das Regime von Präsident Baschar Assad nicht für einen besseren
Schutz der Diplomaten sorgen. Polen hat die konsularische Betreuung
von US-Bürgern in Syrien übernommen und repräsentiert bis auf Weiteres die
amerikanischen Interessen, teilte das polnische Außenministerium am Montag in
Warschau mit. Eine entsprechende Vereinbarung sei zwischen den Diplomaten beider
Staaten bereits am Sonntag unterzeichnet worden, hieß es. Polen hatte bereits
in den Jahren 1991 bis 2003 die US-Belange im Irak diplomatisch vertreten. Polnische
Medien sehen mit der Entscheidung
bestätigt, daß sich in
Krisen Polen den USA gegenüber als
verläßlichster Partner zeigt.
ds/08.02.2012
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Polens Premier Donald Tusk hat am Freitag die
Unterzeichnung des Anti-Piraterie-Abkommens Acta ausgesetzt und die Anti-Acta-Aktivisten zu einem Gespräch am
Montag eingeladen. Die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza sieht seine
Einladung als Ausdruck von Führungsschwäche. Sie kommentiert: "Der Premier setzt damit seine Autorität aufs Spiel. Denn entweder hat er
voreilig eine Entscheidung getroffen, als er Acta unterschrieben hat. Oder er
hat seine Meinung geändert, weil er sich vom Geschrei der Straße hat beeinflussen
lassen. Das ist ein schlechtes Zeichen für eine Regierung, die Reformen plant -
und zwar hauptsächlich die Anhebung des Rentenalters für Frauen und Männer. Das
ist eine in ökonomischer und demografischer Hinsicht schwierige, aber
notwendige Reform. Nicht nur die Opposition, sondern auch ein Teil der
Öffentlichkeit ist dagegen. Die nationalkonservative Partei PiS und die
Gewerkschaft Solidarność fordern sogar ein Referendum in dieser Frage. Das
Ergebnis eines solchen Referendums wäre mit Sicherheit für die Regierung
negativ."
eurotopics/06.02.2012
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Was hinkt – geht.
Stanislaw
Jerzy Lec (1909-1966), polnischer Satiriker.

Stanislaw Jerzy Lec war lange als Presseattache in
Wien tätig. Viele seiner Aphorismen und Spitzfindigkeiten notierte er sich auf
Servietten in Wiens Kaffeehäusern. Einmal ertappte ihn dabei ein Wiener
Journalist, der ihn fragte, ob er auch größere Sachen schreibe? „Nein, nur
große“, antwortete Lec.
05.02.2012
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