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Spitzel-Bischof Skworc: „Ich kann allen in die Augen schauen“. Drucken E-Mail

Erstmals hat ein katholischer Bischof in Polen öffentlich eine Zusammenarbeit mit der kommunistischen Geheimpolizei zugegeben. Bischof Wiktor Skworc von Tarnow in Südpolen entschuldigte sich heute in einem Brief für seine jahrzehntelange Spitzeltätigkeit, wie der polnische Rundfunk meldet. Nach Angaben einer kirchlichen Historiker-Kommission hat der heutige Bischof 1979 als Kaplan in Kattowitz seine Mitarbeit bei der kommunistischen Geheimpolizei begonnen.

In seinem Brief betont Skworc jedoch, er habe sich nicht gegen die Kirche oder einzelne Menschen versündigt. "Ich kann allen direkt in die Augen schauen".
Seit mehreren Monaten gibt es in Polen eine breite Debatte über eine Zusammenarbeit von Kirche und kommunistischem Geheimdienst. Insgesamt hat es sich die Regierung zur Aufgabe gemacht, unter Personen des öffentlichen Lebens nach Spitzeln des kommunistischen Geheimdienstes zu suchen. Die Kirche hat eine nationale Historikerkommission zur Aufklärung der Fälle eingesetzt.

radio vatikan/ds/05.11.2006

 
SPIEGEL ONLINE: Kaczynski zeigt Profil Drucken E-Mail

Kaczynski gibt's jetzt doch wieder von allen Seiten: Erst gab die polnische Regierung eine neue Richtlinie heraus, wonach der Premier nicht mehr im Profil fotografiert werden darf. Nur wenige Stunden später wurde sie wieder kassiert - von ihm selbst.

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Das große Rasen am „Tag der Toten“ Drucken E-Mail

Jahr für Jahr  an Allerheiligen sterben in Polen Hunderte Menschen, weil sie nach dem Totengedenken betrunken Auto fahren.

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Blauer Brief für Roman Giertych Drucken E-Mail

Gemäß einer von der Warschauer Zeitung „Zycie Warszawy“ durchgeführten repräsentativen Umfrage beurteilt Polens Bevölkerung die Arbeit des  Erziehungs- und Bildungsministers als äußerst mangelhaft. In der Bewertungsskala, die von 1 bis 7 den schulischen Zeugnisnoten entspricht (beste Note 7, schlechteste 1) erhielt Giertych die Note 2.87. Vor ihm rangiert Landwirtschaftsminister Andrzej Lepper mit Note 2.90. Außenministerin Anna Fotyga erreichte mangelhafte 3.27, einzig Justizminister Zbigniew Ziobro genießt als Sieger der Umfrage mit Note 4.59 gewisse Anerkennung.

Zycie Warszawy/ds/1.11.2006

 
Er kam, sprach und ging. Drucken E-Mail

Die nur vierstündige Stippvisite des polnischen Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski in Berlin hat sich die Bundesrepublik das übliche hoheitliche  Brimborium mit rotem Teppich, strammer Ehrenformation, motorisierter Polizeieskorte und  Straßenabsperrungen kosten lassen. Selten war es Fotografen vergönnt, das Ergebnis des Treffens derart mimenreich einzufangen wie es wohl inhaltlich war.


Angela Merkel hatte Bismarck gespielt, Jaroslaw Kaczynski sich zwar bemüht, mit Muskelspielerei  zu punkten, aber das kam nicht an. Merkel konnte gelassen  punkten im Wissen, das ihr Sparringspartner kaum mehr als 20 Prozent der polnischen Bevölkerung  hinter sich weiß. Selbst George Bush mochte Germany nichts auswischen und verzog sich auf seine Ranch statt mit dem weit angereisten polnischen Gast zu grillen. Auch Brüssel reagiert inzwischen zunehmend indigniert auf polnische Eskapaden.

Trotz aller Widrigkeiten hatte sich Jaroslaw Kaczinky ein Geschenk für Berlin eingepackt: Die Auszahlung von 1.4 Millionen Euro für das deutsch-polnische Jugendwerk sei abgesegnet. Diesen vertraglich vereinbarten Zahlungsbeitrag hätte das Jugendwerk gern rechtzeitig gehabt, statt Projekte auf Eis legen zu müssen. Das Brimborium in Berlin dürfte sich auf etwa gleichem Kostenniveau bewegt haben.

Das war´s denn auch. Spätestens in  zwei Jahren stehen Neuwahlen in Polen an. Mal sehen, wer dann kommt?

ds/31.10.2006/Foto: n.-tv

 
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