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Durch die Finanzkrise wird die geplante deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream noch teurer als ursprünglich geplant. Die Krise stelle daher den ökonomischen Sinn der Gasleitung durch die Ostsee noch mehr in Frage als bisher, kritisiert die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Während der drei Jahre, in denen das Projekt angelaufen ist, haben sich die Kosten verdoppelt und betragen nun 14 Milliarden Dollar. Das sind nur Schätzungen, weil 'Nord Stream' die vollständige Kalkulation nicht preisgibt. Für die astronomischen Kosten der Leitung, die über den Meeresboden führt, werden die Kunden der EU mit höheren Gasrechnungen aufkommen müssen. Noch ist Zeit, von dem Projekt Abstand zu nehmen. Der Bau einer Gaspipeline aus Russland nach Europa wäre billiger und mit weniger Risiken für die Umwelt verbunden, wenn sie über das Land statt durch das Meer führen würde. Solche Vorschläge haben verschiedene polnische Regierungen seit drei Jahren gemacht." Durch die ungefähr 1.200 Kilometer lange Pipeline sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas transportiert werden. Damit können rechnerisch mehr als 25 Millionen Haushalte mit Energie versorgt werden. |
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Nicolas Sarkozy verteidigt die EU-Pläne zur Senkung des CO2-Ausstoßes: Der amtierende EU-Ratspräsident hat Forderungen von Ländern wie Polen und Italien abgelehnt, wegen der Finanzkrise die Klimaschutzvorgaben zu lockern. Wünsche der Autoindustrie könnten hingegen erfüllt werden. |
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EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat einen Plan zur Rettung der polnischen Werften vorgelegt. Sie sagte, die betroffenen Werften Stettin und Gdingen sollten ihre Besitztümer veräußern und zu einer Gesellschaft zusammengefasst werden. Mit dem Erlös könnten dann die staatlichen Hilfen (450 Mio. Euro) zurückgezahlt werden, die die Werften erhalten hätten. Mögliche Investoren müssten diese Schulden nicht mehr übernehmen, die Unternehmen könnten bei einem Neustart auch etwas anderes produzieren als Schiffe. Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte gestern beim EU-Gipfel in Brüssel erklärt, dass die EU-Kommission gemeinsam mit der polnischen Regierung nach einer Lösung suche. Erst kürzlich hatte Polen einen Aufschub der Rückzahlung von Milliarden Fördermitteln in Brüssel durchgesetzt und die Werften damit vor dem Bankrott gerettet.
Hintergrund ist ein Versäumnis der abgewählten Regierung von Jaroslaw Kaczynski. Sie hatte nicht rechtzeitig eine dreijährige Subventionsverlängerung für die Schiffbauindustrie bei der EU beantragt. Zusammen mit der Werft von Danzig geht es um 15.000 direkt betroffene und möglicherweise 60.000 indirekt betroffene Arbeitsplätze.
euronews/ec.europa.eu/wiwo/ds/18.10.2008 |
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Das ist nach einem Bericht der Zeitung "Polska" eine direkte Konsequenz der Finanzkrise. Banken weltweit – und auch in Polen- würden ihre Kreditvergabe derzeit überprüfen. Bei großen Investitionen –wie beim Autobahnbau- sei es momentan fast unmöglich, einen Kredit zu erhalten. Das sieht der Leiter der Gesellschaft für die Organisation der Fußballeuropameisterschaft in vier Jahren, Marcin Herra (Foto), nicht ganz so eng. “Polnische und internationale Analysten schätzen, dass Polen sicherer sei als andere Länder. Zwischen 2009 und 2012 wird Polen eine der größten Baustellen Europas sein. Wir werden ein attraktiver Standort für zahlreiche Investitionen sein”, gab Herra vor zwei Tagen öffentlich kund und begründete seine Zuversicht so: Natürlich lasse ihn die globale Lage nicht kalt. Aber selbst wenn die internationalen Märkte nervös werden, könne man sich bei den Investitionen in Polen sicher sein, denn sie werden zu 30 bis 40 Prozent von der EU finanziert. Laut Herra plant Polen 360 Investitionsvorhaben, von denen die Hälfte im 1. Halbjahr 2009 starten soll. Puls Biznesu/Polen am Morgen/Polskie Radio//Foto:rp.pl/ds/17.10.2008
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Polen lehnt das EU-Klimaschutzpaket in seiner derzeitigen Form als ungerecht ab und will darüber weiter verhandeln. Das Paket sei in der von der Europäischen Union vorgeschlagenen Fassung für seine Regierung "inakzeptabel", sagte Umweltminister Maciej Nowicki am Dienstag in Warschau zum Abschluss eines Ministertreffens zur Vorbereitung der 14. UN-Klimakonferenz. Der Entwurf der EU-Kommission sei weder optimal noch gerecht. Er soll beim EU-Gipfel an diesem Mittwoch und Donnerstag in Brüssel erneut zur Debatte stehen. |
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