Die Boomjahre sind vorbei, Irlands Wirtschaft kriselt, viele Arbeitsmigranten bekommen das bereits zu spüren. Irische Arbeitsuchende werden bei der Jobvergabe inzwischen deutlich bevorzugt, während gleichzeitig die Regierung Überlegungen anstellt, Migranten die Heimreise schmackhaft zu machen. Das geht nur mit Geld, und die Kasse, in der es liegt, heißt European Return Fond. 676 Millionen Euro stehen für die Jahre 2008 bis 2013 zur Verfügung. Finanziert werden sollen damit u.a. die Kosten für Beratung, ärztliche Untersuchungen und Auslagen von Reise- und Unterhaltskosten für Heimkehrwillige, verhandelbar ist auch eine einmalige Barabfindung zum Abschied. Die mit Abstand größte Gruppe stellen polnische Migranten dar, zwischen 100.000 bis 200.000. Wenn allein nur die Hälfte der polnischen Arbeitsmigranten von der Existenz des Return Fond erfährt, ist die Kasse schon lange vor 2013 leer, argwöhnt The Irish News.
gazeta.pl/Polen am Morgen/The Irish News/ds/01.10.2008 |
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Das EU-Parlament hat mit einem mehrheitlichen Beschluß vorgeschlagen, den 23. August zum Europäischen Gedenktag an die Opfer der stalinistischen und nazistischen Verbrechen zu erklären. Am 23. August 1939 wurde der so genannte Hitler-Stalin-Pakt unterzeichnet, der die Aufteilung Osteuropas zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion festlegte. Die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita lobt die EU-Initiative für den Gedenktag: "In diesem Fall geht es darum, die wirkliche Rolle der Sowjetunion aufzuzeigen, die ein Verbündeter Nazi-Deutschlands bei der Teilung Europas war und sich erst beim Kampf um die Beute auf die andere Seite schlug. Der Mythos des Siegers über das Dritte Reich diente Moskau nicht nur in der Innenpolitik, sondern wurde auch sehr lange als Begründung für eine besondere Behandlung der Sowjetunion und der kommunistischen Parteien in Westeuropa gebraucht. Die Ehrung der Opfer des Stalinismus analog zu den Opfern Hitlers wird eine grundlegende Verurteilung des stalinistischen Kommunismus darstellen. Dies ist - bis heute - für den Großteil der europäischen Linken ein Akt, den sie kaum akzeptieren kann."
Rzeczpospolita/courrier/ds/24.09.2008 |
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Die EU-Pläne für die Versteigerung der CO2-Emissionszertifikate gehen dem von der Kohle abhängigen Polen zu schnell. Es bremst die EU – Klimapolitik und fordert einen Stufenplan bis 2020. Mitstreiter gibt es auch. "Polen kann sich die Klimapolitik Brüssels nicht leisten", sagt Polens Vize-Umweltminister Bernard Blaszczyk. "Fast unsere gesamte Energiewirtschaft beruht auf der Kohle." Sollte das Land ab 2013 die Rechte für den gesamten Kohlendioxid-Ausstoß ersteigern müssen, würden die Preise für Strom und Fernwärme so stark ansteigen, dass ärmere Menschen in Polen wieder mit dem Kohleofen heizen würden. "Der Effekt wäre: mehr CO2-Ausstoß statt weniger!" Die Konsequenz: Polen will die Vorgaben für den CO2-Emissionshandel in der EU kippen. Und die Chancen stehen nach Einschätzung von polnischen Politikern nicht schlecht. Denn andere EU-Neumitglieder wie Tschechien, Slowenien, die Slowakei und Ungarn haben bereits Unterstützung signalisiert, aber auch die baltischen Republiken, Griechenland sowie Rumänien und Bulgarien. Selbst Abgeordnete aus Deutschland, das zu den größten CO2-Emittenten in der EU gehört, stimmten unlängst im Europäischen Parlament für den Vorschlag.
Gabriele Lesser/taz/dpa (Foto)/ds/22.09.2008
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Buchstäblich in letzter Minute reichte Polen am Freitag die Umstrukturierungs- pläne für die Werften ein. Finden die Pläne wie die vorigen keine Zustimmung in Brüssel, müssen die angeschlagenen Werften in Danzig,Gdingen und Stettin über zwei Milliarden Euro staatliche Beihilfen zurückzahlen. Dies dürfte das Aus und Massenentlassung bedeuten. Die Jobs von etwa 80.000 Beschäftigten stehen auf dem Spiel. “Als die Kommission Mitte Juli entschied, dass die vorigen Pläne unbefriedigend waren, haben wir klar gesagt, dass der überarbeitete Plan das langfristige Überleben der Werften sichern muss, und dies ohne staatliche Finanzspritzen in der Zukunft”, betonte der Sprecher der Europäischen Kommission, Jonathan Todd. Brüssel hält die bisher gezahlten staatlichen Beihilfen für illegal, weil die Werften weder restrukturiert noch langfristig gesichert wurden. Für beide interessieren sich ukrainische beziehungsweise polnisch-norwegische Investoren. Doch auch der neue Plan sehe weitere mehrere hundert Millionen Euro staatliche Beihilfen vor, hieß es aus Polen. |
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Die Gesellschaft für Europabildung e.V. (GEB) vergibt in Kooperation mit Arbeit und Leben e.V. und der Friedrich-List-Schule Stipendien für Berufspraktika in Polen. Angeboten wird ein 24-wöchiges Berufspraktikum in Lublin oder Wroclaw/Breslau. Bewerben können sich Menschen aus ganz Deutschland, die in den Bereichen Hotel/Gastronomie, Büro- oder Medientechnik Erfahrungen im Ausland sammeln möchten. Die Stipendien werden im Rahmen des EU-Programms „Leonardo da Vinci“ vergeben. Eine Altersbegrenzung besteht nicht. Die Teilnahme kostet einmalig 400,- €. Folgende Leistungen sind im Stipendium enthalten: |
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