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Über zehn Milliarden Euro am Fiskus vorbei erwirtschaft Drucken E-Mail
  Polens Wirtschaft boomt mit jährlichen Wachstumsraten von über drei Prozent. Doch rund elf Prozent der wirtschaftlichen Aktivitäten werden dem Fiskus nicht gemeldet: Schwarzarbeit. Nach Schätzung des Stastistikamtes GUS fügte die Schattenwirtschaft dem Land 2015 knapp über zehn Milliarden Euro Schaden zu. Schwarzarbeit spielt sich hauptsächlich auf dem Parkett der Bauwirtschaft und im Dienstleistugsgewerbe ab. Ein hoher und seit Jahren steigender Anteil an Mittäterschaft entfällt auf Rentenbezieher im Allgemeinen und auf in Pflegediensten tätigen Personen. Für die einen reichen die Rentenbezüge  nicht zum Überleben, die anderen, meist jüngere Jahrgänge, sorgen befürchteter Rentnerarmut vor.

In der Wirtschaftsmacht Deutschland sieht es kaum besser aus. Auch hier verringert die Schattenwirtschaft das  Bruttoinlandsprodukt um rund 11 Prozent, das waren 2016 rund 340 Milliarden Euro. Doch die Schattenwirtschaft nimmt zu, auch wegen Zehntausender  Polen, die über Arbeitsagenturen nach Deutschland vermittelt werden.

GUS/Warsaw Voice/ds/09.10.2017
 
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