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Sotheby´s nimmt polnisches Kulturgut aus geplanter Auktion Drucken E-Mail
  Polens Ministerium für Kultur und nationales Erbe (MKiDN) läßt weltweit nach nationalem Kulturgut suchen. Göring und Hitlers Rechtsanwalt Hans Frank als  Generalgouverneur des besetzten Polen hatten sich schamlos polnisches Kulturgut zu eigen gemacht, Frank mit dem Anspruch „König von Polen“ zu sein. Auch andere NS-Größen ließen abräumen, was später Familienmitglieder zur Bereicherung in den internationalen Kunsthandel schleusten. Der wird vom MkiDN beobachtet, polnische Botschaften beteiligen sich, im Internet wird Recherche betrieben. Jetzt fiel ein Katalogangebot vom Londoner Auktionshaus Sotheby´s auf, demzufolge  am 28. November Gemälde russischer Proveniens zum Aufruf kommen. Darunter „Tanz der Schwerter“(Abbild) des Polen Henryk Siemiradzki.
 
Der ist eigentlich in Kunstkreisen nicht unbekannt, doch weil die Mehrheit seiner Gemälde in russischen Museen hängen, gilt er als russicher Maler.

Am 12. November 2011 stand das Gemälde bereits bei Sotheby`s New York zum Aufrufpreis zwischen 600.000-800.000 US-Dollar. Als Einlieferer wurde eine Slotkowski Colletion angeben. Der Zuschlag brachte 2,098,500 US-Dollar.

Nun stand   das Gemälde des Polen bei Sotheby´s in London erneut als russisches Werk im Angebot.zum 28. November. Nachdem Polens  Kulturministerium intervenierte, nahm Sotheby´s das Gemälde aus dem Katalogangebot.

Damit ist die Geschichte aber nicht geklärt. Siemiradzki habe, sagen Kunstexperten, sein Motiv „Tanz der Schwerter“ viermal auf Leinwand gemalt. Welches ist das "Original"?

Mitunter gelingt das Auffinden polnischer Kulturgüter, bisher in rund 340 Fällen. Über ein kurioses Beispeil haben wir berichtet.

Culture.pl Sotheby´s/ MKiDN/ds/13.11.2017/
 
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