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Geheimdienst soll Brand polnischer Mülldeponien klären Drucken E-Mail
  In diesem Jahr sind bereits 73 polnische Mülldeponien abgefackelt worden, gegenüber dem Vorjahr das Dreifache. In Verdacht steht eine europäische Müllmafia, die auch im Auftrag deutscher Unternehmen Mülltransfer  nach Polen organisiert. Als Grund wird die Entscheidung Chinas aus dem Jahr 2015 vermutet, europäischen Giftmüll nicht mehr oder nur noch gegen drastische Aufkosten zu entsorgen. Seitdem türmt sich auffällig viel Giftmüll aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich  und sogar aus dem fernen Australien auf polnischen Deponien. Schon bald mußte die polnische Feuerwehr in Brand geratene Deponien löschen.

Doch nach dem bereits 73. Einsatz in diesem Jahr, glaubt auch die polnische Regierung nicht mehr an zufällig entfachtes Feuerwerk.

Proteste der  unter den wolkigen Giftschwaden lebenden Bewohner haben Premierminister Mateusz Morawiecki erreicht. "Es ist sehr oft der Fall, dass Abfälle zum Recycling importiert werden, aber wir wissen wirklich nicht, was tatsächlich ins Land kommt", bestätigte er mit der Zusicherung: “Wir dürfen nicht zulassen, dass Kriminelle  die Umwelt unserer Kinder vergiften". Weil  offenbar eine mafiöse Struktur hinter allem steckt, habe er den Geheimdienst auf Spurensuche angesetzt.

Dabei stehen  statitischen Angaben zufolge die krimellen Verursacher längst unter dringendem Verdacht:

2017 wurden rund 730.000 Tonnen Müll auf polnischen Deponien verklappt – davon rund 500.000 Tonnen aus Deutschland.


Mit Agenturmeldungen/ds/11.06.2018
 
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