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Jazztrompeter Tomasz Stanko gestorben Drucken E-Mail
  Der polnische Jazztrompeter Tomasz Stanko ist am Sonntagabend nach einer schweren Krankheit in Warschau  gestorben. Der zuletzt 76-Jährige gehörte seit den 1960er-Jahren zu den bedeutendsten Vertretern der Jazz-Avantgarde. Musikjournalist Piotr Baron schrieb auf Twitter, Stanko sei „einer der Gründerväter des polnischen Jazz“ gewesen. Er galt als Meister der Melancholie und war für zahlreiche Filmmusiken verantwortlich, darunter für  Polanskis Horrorfilm Rosemary’s Baby und  2005  die Musik zur Eröffnung des Museums über den Warschauer Aufstand 1944.

In den 60er Jahren leitete er das Quartett Jazz Darings und spielte anschließend in der bekannten polnischen Gruppe von Trzaskowski und Komeda. 1967-73 leitete er sein eigenes Quintett, das zu den besten polnischen Gruppen des Modern Jazz gehörte.

Ausgewählte CDs: "Jazz Jamboree '61", "Astigmatic" (1965), "Music for K" (1970), "Balladyna" (1975), "Grand Standard Orchestra" (1982), "Tomasz Stańko: Polish Jazz" (1989), "Abschied von Maria" (1993), "Mutter Joanna" (1995) und "From The Green Hill" (1999).

2012 stand er im Mittelpunkt des 4. Festivals „Solidarity of Arts“ auf dem  Open-Air-Gelände vor der Polnischen Ostsee Philharmonie in Danzig, eines der weltweit größten Jazzereignisse. 20.000 Zuschauer waren gekommen.

Ihm zur Ehre auch die NDR Bigband unter der Leitung von Quincy Jones, ebenfalls eine Größe im Musikgeschäft.

Quellen: IAR/NDR7Foto:culture.pl/ds/30.07.2018
 
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