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Polen erlebt die heißesten Pilgermärsche, obwohl die Bibel warnt. Drucken E-Mail
  Gottesfürchtige Personen müsen sich nicht kasteien, sondern sollen verantwortungsbewußt mit ihrem Körper umgehen, um Gott zu gefallen. So in etwa steht es in der Bibel, in der das Wort „Klimawandel“ noch nicht auftaucht. Doch auch  im Hitzemonat August 2018 treten  die besonders gläubigen Polen zum traditionellen  Pilgermarsch an. 3.300 Pilger trafen sich am  Montag in Warschau zu einem Marsch ins 250 Kilometer entfernte Czestochowa (Tschenstochau), Polens zentralem Marienwallfahrtsort.

Aus allen Landesrichtungen machen sich weitere rund 50 Pilgermärsche auf den Weg mit Ankunft am 15. August. Nach neun Tagen ist auch der Warschauer Pilgermarsch eingetroffen Dann ist geduldiges Anstellen Pflicht, denn  hundert bis zweihundert Tausend ausländische Pilger werden in diesem Jahr erwartet.

Sie alle  einigt das Bedürfnis, der „Schwarzen  Madonna“ zu huldigen, die sich im Rahmenformat 122 mal 82 Zentimeter in ikonisierter  Maltechnik  präsentiert und als päpstliches Geschenk dafür gilt, dass sie der damals lutherischen Schwedenbelagerung  mit Gottes Hilfe standhaft Widerstand geleistet hat. Polen blieb katholisch und ernannte die „Schwarze Madonna“ zur Königing von Polen.

Rund 50 Pilgerwege aus ganz Polen führen zum Marienwallfahrtsort Czestochowa (Tschenstochau) und über fünf  Millionen Pilger kommen jährlich, um der „Schwarzen Madonna“ zu huldigen. Sie zeigt sich ihnen mit Jesus im Arm in ikonisierter Maltechnik auf 122 mal 82 Zentimeter Fläche. Vor rund 300 Jahren kam die Ikone als päpstliches Geschenk nach Polen und wurde angenommen als „Königin von Polen“.

Seitdem blickt Polen auf eine 307-jährige Pilgertradition zurück. Doch so heiß wie in diesem Jahr war es nie zuvor.

kathweb/Wikipedia/polentoday/ds/09.08.2018
 
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