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Erste negative Signale aus der Wirtschaft Drucken E-Mail
Der Einzelhandel, der in den letzten Jahren der Zug-Motor des polnischen Wirtschaftswachstums war, bremste im September ab. Wirtschaftsanalysten erwarteten bei weitem nicht solche schlechten Zahlen. Die vom polnischen Hauptamt für Statistik (GUS) veröffentlichten Statistiken waren jedoch nicht die einzigen negativen Meldungen des letzten Monats.

Die vorletzte Oktoberwoche war von mehreren Negativschlagzeilen aus der Wirtschaft geprägt. Erst unterboten die Wachstumszahlen bei Löhnen und Gehältern die Erwartungen, später folgten ernüchternde Zahlen aus der Industrie und Baubranche.

Der Verkauf im Einzelhandel wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 3.6%, was gleichzeitig das schlechteste Ergebnis seit März 2016 darstellt und bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies ist insofern besorgniserregend, da bisher der Konsum die schwächelnde Produktion und Exporte in der Gesamtbilanz stützte. Vor allem der Verkauf von Autos ging um 7% zurück. Gleichzeitig wuchs um 18,4% der Verkauf von Treibstoffen und der Verkauf von Arzneimitteln um 10%.

Die Erwartungen der Analysten wurden auch von den im September erstmalig ausgezahlten Mitteln für Schulkinder im Rahmen des Programms „Dobry Start“ befeuert. Die zusätzlich verfügbaren Mittel flossen anscheinend nicht zurück in die Wirtschaft.

Trotzdem bleibt zu sagen, dass die Ausgaben der privat- und öffentlichen Haushalte weiterhin das polnische Wirtschaftswachstum in Höhe von 4,7 – 4,8% antreiben. Für 2019 rechnen Analysten jedoch nicht mehr mit einem Wachstum auf ähnlich hohem Niveau.

Quelle: ahk.pl laut Forbes.pl/ds/19.10.2018
 
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