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Weihnachten feiern Katholiken einen protestantischen Brauch Drucken E-Mail
Nachgeblättert auf Polen today 2014

   Rund sechs Millionen Tannenbäume werden in diesem Jahr in polnischen Haushalten weihnachtlich  geschmückt,  in Deutschland  sind es rund 30 Millionen. Und von Deutschland kommt er her - der Brauch, der sich weltweit verbreitet hat.  Aber erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts, obwohl der geschmückte Weihnachtsbaum schon in mittelalterlichen  Schriften  erwähnt wurde.

Goethe hat ihn in seinem Werther-Liebesdrama  beiläufig erwähnt, Schiller in einem Brief nach Hause seine Vorfreude über den Weihnachtsbaum mitgeteilt.
Die ersten Christbaumkugeln wurden um 1830 geblasen, Lametta 1878 als Nürnberger Baumschmuck bekannt, glitzernde Eiszapfen symbolisierend. Einzug fand das Brauchtum in evangelischen Kreisen. Die katholische Kirche war dafür lange Zeit nicht zu begeistern.

Sie sah in den Weihnachtskrippen ein genügend aussagekräftiges Symbol für das Weihnachtsfest. Zudem gehörten ihr große Waldgebiete, deren Plünderung sie befürchtete. Doch nach und nach verbreitete sich der Brauch in südliche (katholische) Regionen bis nach Österreich. Deshalb gibt es zu Weihnachten stets Streit zwischen Deutschland und Österreich um die Urheberschaft des Brauchtums. Denn bezeugt ist, daß schon 1814 in Wien  ein Weihnachtsbaum aufgestellt worden war  – von der jüdischen Gesellschaftsdame  Fanny von Arnstein. Sie war eine Zugereiste  - aus Berlin. O Tannebaum.

weihnachten.de/Wikipedia/ds/21.12.2014
 
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