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Zwölf Gerichte, Heubüschel unterm Tisch und Gräte im Portemonaie. Drucken E-Mail
Im katholischen Polen ist Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres. Auf Ablauf, Dekoration und Harmonie wird größter Wert gelegt, da der Tag wegweisend für den Verlauf des folgenden Jahres ist. Neben einem reichhaltigen Essen und dem zusätzlichen Gedeck für Verstorbene oder Bedürftige auf dem Tisch liegt darunter stets ein kleines Heubüschel für den Esel, mit dem das Jesuskind in die Welt gekommen ist.

Der Weihnachtsabend beginnt, sobald der erste Stern am Himmel steht. Zunächst wird das Weihnachtsevangelium verlesen und dann eine Oblate mit allen Anwesenden geteilt. Da man in Polen glaubt, dass in der Heiligen Nacht auch die Tiere sprechen können, bekommen auch sie eine Oblate, allerdings eine farbige.

Das Essen selbst ist fleischlos. Karpfen, Piroggen und Hering werden manchmal auf zwölf Gerichte in Anlehnung an die zwölf Apostel verteilt. Auch sie symbolisieren in ihrer Vielfalt Wohlstand für das kommende Jahr. Der wer auf Nummer sicher gehen möchte, steckt sich eine Gräte vom Weihnachtskarpfen ins Portemonnaie.


ds/24.12.2018
 
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