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Schwarz wie Kohle: Die polnische Klima- und Energiepolitk Drucken E-Mail
  Mangelndes Verantwortungsbewußtsein wirft der Autor dieser Analyse den politischen Eliten vor, die seit Jahrzehnten auf effektive Modernisierungsschritte verichten, um die polnische Energiepolitik aus der Dämmerung des 19. Jahrhunderts herausführen. Es sei deshalb auch kein Zufall, dass es im polnischen Parteiensystem keine klassische „grüne Partei“ gibt und die ökologische Agenda in der politischen Debatte vollkommen marginalisiert wird.

So habe der globale Klimagipfel, dessen Hauptthema die Dekarbonisierung der Wirtschaft war, ausgerechnet in der Kohle-Hauptstadt Kattowitz stattgefunden – und sich als peinliche Katastrophe der polnischen Regierung gezeigt. Die  "Organisation Climate Action Network Europe“ ,die für Maßnahmen gegen den Klimawandel kämpft, verlieh ihr den Titel „Dinosaurier des Jahres“.

Sponsoren des Gipfels waren die größten Umweltverschmutzer des Landes, mitverantwortlich dafür, dass 36 der 50 am stärksten Smog-verschmutzen Städte Europas in Polen liegen und den vorzeitigen Tod von jährlich 19.000 Menschen bedeuten. Doch Staatspräsident Duda erklärte im Kohlerevier, er werde die“ polnische Kohle nicht ermorden lassen“. Und Ex-Außenminister Waszczykwoski stellte eloquent fest, dass „Klimaschutz die Rückkehr auf die Bäume oder in die Erdhöhlen“ bedeuten könne.

Fazit des Autors: Die Kurzsichtigkeit, die seit Jahrzehnten in der polnischen Energiepolitik zu beobachten ist, beginnt Folgen in Form struktureller Entwicklungsbarrieren zu zeigen, die sich negativ auf das langfristige Wachstum auswirken können.

Polen-Analyse Nr. 230
  mit Statistik und Umfragen

Quelle: DPI/ds/07.02.2019

 
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