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Morawiecki: „Erst mit dem Westen gleichziehen, dann Euro“. Drucken E-Mail
  Mit dem Beitritt in die EU-Staatengemeinschaft (2004) verpflichtete sich Polen, dem Euro-Währungdverbund beizutreten. 19 der 27 EU-Staaten (ohne GB) gehören ihm derzeit an. Spätestens 2010 sei Polen wirtschaftlich gerüstet, den Euro einzuführen. Das war vor allem wichtig für die westeuropäischen Euro-Länder als Investoren, die gegenseitigen Handelsbeziehungen zu steigern. Mit dem Euro ließe sich alles administrativ vorteilhafter abwickeln, zudem sei er ein psychologischer Bonus.


Doch den Euro mit  Bonus hat Polens Premier Mateusz Morawiecki ins Ablagefach für zukünftige Entscheidungen deponieren lassen, wie er den staatlichen Sender Radio Polen wissen ließ.

Erst wenn seine Landsleute am Monatsende durchschnittlich so viel auf dem Konto haben  wie ihre Westeuropa-Kollegen, werde die Euro-Akte aus der Ablage geholt. Das allerdings kann dauern, denn noch liegen die  Arbeitsbezüge der Polen bei etwa zwei Drittel des statistischen EU-Duchschnitts.

Dabei ist Polen seit Jahren – auch dank EU-Förderung – im wirtschaftlichen Turbo-Tempo unterwegs mit jährlich bis zu fünf Prozent Wirtschaftswachstum. Deutschland etwa bringt es auf 1.5 Prozent, und Italien kommt selbst  mit Buchhaltungstricks nicht aus dem Keller.

Wenigstens auf Italiens  Level muß Polen sein, bevor es den soliden Zloty gegen Euro tauscht. „Wir haben seit 200 oder 300 Jahren zum ersten Mal die Chance, binnen fünf bis zehn Jahren besser als Italien zu sein, vielleicht auch  Frankreich zu überholen als dann drittstärkste Wirtschaftmacht der EU“, prognostizierte Morawiecki  dem Radiosender.

Aber ohne Euro, wohlgemerkt.

Quellen: Radio Poland/Eurostat/ds/06.03.2019

 
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