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Wahlkampf: PiS plant Änderungen am verbotenen Sonntagsverkauf Drucken E-Mail
Am 30. Januar 2018 erließ Staatspräsident Andrzej Duda das Verbot des sonntäglichen Verkaufs. Ab 2019 sollte er nur noch einmal monatlich erlaubt sein, ab 2020 nicht mehr. Polens Kirche beklagte rückläufigen Besuch, die Gewerkschaft Solidarnosc untertarifliche  Lohnzahlungen von Sub-Arbeitgebern. Doch die Polen lieben das sonntäglich familiäre Flanieren in den  Einkaufszentren und Discounterhallen. Laut einer von der regierungsnahen Tageszeitung Rzeczpospolita in Auftrag gegebenen Umfrage sind es 81 Prozent, nur 19 Prozent unterstützen ein gänzliches Handelsverbot an Sonntagen.

Beim Handel indes tobt der Wettbewerb. Die Großen werben zum Wochenende mit Sonderangeboten, gegen die Kleinen um die Ecke nicht anbieten können.

Zwei von der Gewerkschaft unterstützte Internet-Petitionen haben jetzt für mediale Aufmerksamkeit gesorgt: Über 16.000 kleine Läden fordern die Aufhebung des sonntäglichen Verkaufverbots. Ohne den konkurrenzlosen Sonntagsverkauf kämen sie nicht mehr zurecht.
Landesweit könnte sich die Petition auf rund 200.000 Unterschriften erhöhen  – und mit familiären Anhang auf eine Million aufblasen.

Im Kampf um Wählerstimmen hat die regierende PiS-Partei nun angekündigt, Ausnahmeregelungen für das sonntagliche Verkaufsverbot in Erwägung zu ziehen.

Quellen: Rzeczpospolita/Internetlobby ZPP/ds/14.03.2019
 
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