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Digitalinfrastruktur droht Kollaps ohne Netzwerkausbau Drucken E-Mail
  “Einen Quantensprung in technologischer Entwicklung” hat Polens Premierminister Mateusz Morawiecki bei seinem Amtsantritt  2016 angekündigt. Jetzt, fast drei Jahre später, droht der rasant zunehmende Datenfluß die Netzwerkkapazität zu überfordern. Immer häufiger brechen Eieruhr-Anzeigen die downloads ab. Zwar  war Polen mit dem Breitbandnetz lange Zeit besser versorgt als Deutschland, hat aber technologisch nicht nachgerüstet mit dem inzwischen über 100 mal höherem Datenfluß.

In den Städten funktioniert Internet noch (90 %), in den ländlichen Regionen breiten sich die Funklöcher aus.  Spätestens im kommenden Jahr  geht es holprig zu im Internet-Handel – wenn überhaupt noch was geht. Polens Digitalinfrastruktur zählt mittlerweile zu den langsamten in Europa.

Vor diesem Problem steht auch Deutschland, das im internationalen Vergleich unter ferner liefen läuft.

Ab heute ist der Turbo geschaltet: Frequenzen werden versteigert für den Aufbau von 5G-Netzen, die downloads von Filmen in Sekundenschnelle ermöglichen sollen. Finanzminister Schulz stellt sich auf Lizenzeinnahmen um fünf Milliarden Euro ein. Rechnet man alle G5-Frequenzen für Unternehmen dazu kann das Zehnfache herauskommen. 2000 brachte die UMTS-Versteigerung 50 Milliarden Euro ein.

Fragt sich, wo Morawieckis Quantensprung hängengeblieben ist?

Quelle:Gazeta Polska Codziennie/thenewes.pl/ds/19.03.2019
 
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