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Kirche kritisiert Bücherverbrennung durch Priester Drucken E-Mail
  Katholische Priester haben nach einer Messe in Danzig Bücher und andere angeblich mit Okkultismus verbundene Gegenstände verbrannt. Die von Pfarrer Rafal Jarosiewicz geleitete Stiftung „SMS vom Himmel“ hatte zu der Aktion aufgerufen und Bilder der brennenden Objekte in den Sozialen Netzwerken verbreitet. Zu Asche werden mit Harry Potter-Bänden unter anderem eine afrikanische Maske, eine Hindu-Figur und sogar ein „Hello Kitty“-Regenschirm als gotteslästerliche Gegenstände.

Doch die Feuerbrunst weckte nicht nur Erinnerungen an die Bücherverbrennungen in der Nazi-Zeit, sie wurde auch hochrangigen Gottesdienern publizistisch zu heiß.  So bemühte sich der Sprecher der  Diözese Koszalin mit lauwarmer Erklärung: „Die Kirche wird Bedrohungen des Geistes immer ihre Aufmerksamkeit schenken, weil das ihre Mission ist.“ Er gehe davon aus, dass dies auch die Zielsetzung der Aktion gewesen sei.

Da scheint in manchen Kirchenköpfen noch nicht angekommen zu sein, was die Harry Potter-Autorin J.K.Rowling mit ihrem Reichtum macht. Rund eine Milliarde Euro hat ihr der  weltweite Buchverkauf eingespielt. Davon unterstützt sie mit etwa 300 Millionen Euro Hilfsprogramme in der Dritten Welt.

Quellen: KNA/KAI/AfP/ds/07.04.2019


 
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