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Morawiecki erklärt Polen zur treibenden Wirtschaftskraft der EU Drucken E-Mail

  Großer Gipfel am Mittwoch im Warschauer Königsschloss. Gastgeber Morawiecki empfing die Repräsentanten der 12 Staaten, die seit 2004 der EU beigetreten sind, mit einer sie wohl überaschenden Rede mit der Kernaussage: Die EU profitiere von der treibenden Wirtschaftskraft der Beitrittsländer unter der Führung von Polen, das als eigentliche Wirtschaftslokomotive das Tempo vorgibt.

Dass Morawieki sich zutraut, über Wasser gehen zu können, kreist inzwischen anekdotenhaft in Brüssel. Dort wird mit großem Respekt die wirtschaftliche Aufholjagd der Beitrittsstaaten gewürdigt, vor allem die der Visegrad-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn), doch noch sind alle ostmitteleuropäische EU-Staaten  Netto-Empfänger, ihr wirtschaftlicher Aufschwung stüzt sich auf Fördergelder und Struksturhilfen aus dem EU-Topf und  enormen ausländischen Direktinvestitionen.

Mit Abstand größter Profiteur ist Polen, das seit 2004 rund 163 Milliarden Euro von der EU erhalten hat und  53 Milliarden Euro in den EU-Haushalt einzahlte. Die ausländischen Direktinvestitionen haben sich seit 2004 auf geschätzt rund 90 Milliraden Euro summiert. 

Auch die Exporte aller Beitrittsländer  innerhalb der EU sind beachtlich gestiegen von 3.4 auf rund zehn Prozent im Jahr 2018.

Im globalen Vergleich allerdings entfielen 2018 rund 78 Prozent der EU-Exporte auf die EU 15-Staaten und neun Prozent auf die Beitrittsländer. Deutschlands Anteil  ergab 24.2 Prozent, der von Polen 3,9 Prozent. 

Laut Faktenlage fährt Morawiekis  Polen-Lokomotive mit - gezogen von der EU-Lok.

 Quellen: ec.europa.eu/The Warsaw Voice/PAP/ds/03.06.2019
 
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