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1,5 Mio. Euro für Erhalt von polnischem Kulturerbe im Ausland Drucken E-Mail
„Polen wird nie aufhören, verlorene Kulturgüter zu suchen“, erklärte Malgorzata Omilanowska die sprunghafte Zunahme  von Beschlagnahmen polnischer Kulturgüter im deutschen Kunsthandel. Die Historikerin war von 2014 bis zum Regierungswechsel im Herbst 2015 Ministerin für Kultur und nationales Erbe und hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau einer Internet-Datenbank für die weltweite Suche nach polnischen Kulturgütern. Auktionskataloge und vom Handel angebotene Kunstobjekte werden seitdem digital geprüft und die Botschaften beauftragt, Beschlagnahmen einzuleiten.

2014 waren in der Datenbank rund 63.000  in Deutschland vermutete polnische  Kulturgüter gelistet, Erbe Nazi-staatlichen Kunstraubs und privaten Klaus. Schätzungen zufolge sind davon  seitdem rund 3.000 Kulturgüter erfolgreich beschlagnahmt worden.

Seit Dezember 2017 gibt es eine zweite IT-Kulturschiene, die sich den Erhalt polnischer Disaspo-Kultur auf die Fahne geschrieben hat.

Saisonaler Höhepunkt ist dabei die Urlaubszeit. Wo immer in der Welt polnische Touristen auf vermutet historische Kulturidentität stoßen, ob Grabstein oder Statue, sollen sie diese fotografisch dokumentieren und beim Webportal POLONIKA einstellen.

Dort wird dann nach Prüfung entschieden, ob das Kulturobjekt restauratorischer Überholung würdig ist. Für dieses Jahr hat das „Nationale Institut für polnisches Kulturerbe im Ausland“ 1.5 Millionen Euro bereitgestellt.

Quelle: gov.pl/ds/16.06.2019

 
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