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Museum für die Polen, die Juden vor den Nazis gerettet haben Drucken E-Mail
 „Wir haben endlich das erste Museum in Polen, das an die Polen erinnert, die Juden gerettet haben. Manche Historiker schätzen, dass, um so viele Juden zu retten, wie in Polen während der Zeit der deutschen Besetzung gerettet wurden, zirka eine Million Polen in unterschiedlicher Form beteiligt gewesen sein mussten. Die Welt weiß immer noch zu wenig darüber“, sagte der stellvertretende Kulturminister Jaroslaw Sellin in seiner Eröffnungsrede am 17. März 2016. Vor allem „den falschen Blick im Westen auf Polen als antisemitisches Land“ will Museumsdirektor Matteusz Szpytma verändern – entsprechend dem von der PiS-Regierung vorgegebenen Geschichtsbild.

Kurz gesagt: Polen retteten Juden im Allgemeinen uneigennützig, weil sie Katholiken waren und auf die Stimme ihres Herzens oder ihrer Pfarrer hörten. Das schließt den Verdacht aus, dass nicht alle Polen den Juden geholfen hätten und nicht alle einen blütenweißen Lebenslauf hätten“. Die über  6.500 Polen, die vom Institut Yad Vashem als „Gerechte“geehrt werden, auf Polnisch „Helden“, seien nur die Spitze des Eisbergs gewesen.Mit diesem Geschichtsbild hat sich die PiS-Regierung diplomatischen Ärger mit Israel eingehandelt. Der Autor dieser  Polen-Analyse  erwähnt auch das Schicksal vieler Juden, deren Mittel verbraucht waren, mit denen sie ihr Versteck bezahlen mußten.

Quelle: DPI/ds/05.07.2019
 
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