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Gute Meldung: Nur 1.7 Milliarden Euro Verlust durch Ladendiebstahl Drucken E-Mail
  2019 bilanzierte  Polens Einzelhandel eine “Inventurdifferenz” in Höhe von 1.7 Milliarden Euro.Die Summe ergibt sich aus dem Warenverlust durch Diebstahl und den Kostenaufwand für Gegenmaßnahmen: Investitionen in Überwachungssysteme und Lohnkosten für Sicherheitspersonal. In der Statistik von Eurostat sind die Verluste des polnischen Einzelhandels im proportionalen Vergleich signifikant niedriger als in den großen westlichen Volkswirtschaften Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien. Es wird augenscheinlich in Polen weniger geklaut.

In der EU-Staatengemeinschaft wurden 2018 Waren im Gesamtwert von 49 Milliarden Euro geklaut. Das entspricht dem Jahresumsatz von REWE, der sechstgrößten Handelskette in Europa.

Untersuchungen weisen aus, daß die Quellen von Ladendiebstahl europaweit vergleichbar sind. "Generell gilt: Was sich gut verkauft, wird auch oft geklaut", heißt es in einer Studie des  deutschen Handelsinstituts EHI.

Demnach wurden 2018  in Deutschland Waren im Gesamtwert von vier Milliarden Euro geklaut. Die Hälfte davon, rund 2.2 Milliarden Euro, waren auf Kunden zurückzuführen. Waren im Gesamtwert  von 810 Milo. Euro klauten Mitarbeiter, weitere 340 Mi. Euro unehrliche Lieferanten und Servicekräfte. Die restlichen 640 Mio. Euro entfielen auf organisatorische Mängel. Darin ist organisierter Bandendiebstahl mit geschätzt 500 Mio. Euro enthalten.

Bandendiebstahl  wird zuvorderst osteuropäischen Organisationen mit rasant zunehmender Aktivität unterstellt. Das hat eine zusätzlich beträchliche Zunahme der “Inventurdiffenz” zur Folge: Zurzeit entfallen vom Jahresumsatz rund 0.3 Prozent Ausgaben für Kameraüberwachung und Sicherheitspersonal. Wenigstens auf ein Prozent des Umsatzes müssen die Sicherheitsinvestitionen erhöht werden, empfiehlt eine Studie der Polizei, die schon längst ihren Kampf gegen Ladendiestahl verlieren sieht.

Von  391.401 gemeldeten Fällen im vergangenen Jahr konnte sie lediglich rund 20.000 der staatsanwaltschaftlichen Bearbeitung zuführen.

Von solchen Szenarien ist Polens Einzelhandel (noch)  weit entfernt.

So lange  umsatzanteilig nur 1.5 bis 2.0 Prozent auf Ladendiebstahl  entfallen, ist er hausgemacht.

Quellen/Rzeczpospolita/ Crime&tech Research/EHI/ds/26.07.2019
 
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