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ADAC warnt vor falschen Pannenhelfern in Osteuropa Drucken E-Mail
  Autopannen auf Urlaubsreisen sind besonders ärgerlich, doch gut wenigstens ist, dass sich mit dem Handy schnell Pannenhilfe orten läßt. und wenn dann noch ein Gelber Engel erscheint, kommt Zuversicht auf, ADAC-Mitglied zu sein. Doch die Autos im ADAC-Gelb und die Mechanikerkleidung sind Camouflage, warnt der Münchner Autoclub.  Er ist in Osteuropa nicht mit eigenem Notdienst unterwegs und erlaubt nicht mal Vertragsfirmen, sich im ADAC-Gelb herauszuputzen. Absichernde Rückfragen über Handy scheitern an Funkstörungen. Der Urlauber in Pannenot ist im Netz der Abzocker-Mafia gefangen.

ADAC-Sprecher Jochen Oesterle informiert in einer Pressemitteilung über die Machenschaften der Notdienst-Abzocker in Bulgarien, Kroatien, Slowenien, der  Slowakei, Litauen und Polen.

Wir zietieren daraus:

"Das Ziel dieser Betrüger ist, unter der Marke ADAC das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, um dann erhöhte Abschleppkosten und oftmals unnötige oder nicht fachgerechte Reparaturen abzurechnen und somit einfach Kasse auf Kosten der Autofahrer zu machen."

“Hergerichtet sind die Autos der Betrüger meist recht unbeholfen; manchmal aber auch in täuschend echtem ADAC-Design - und dementsprechend schwer als gefälscht zu erkennen.”

“Meist warten die falschen Pannenhelfer an viel befahrenen Autobahnabeschnitten und bieten dort ihre Hilfe an. Dann wird ein angeblich "schlimmer Defekt" am Fahrzeug des Urlaubers festgestellt. Zum Teil arbeiten die Betrüger mit Handy-Störsendern, die einen Anruf beim echten ADAC-Auslandsnotruf verhindern. Dann wird abgeschleppt - oft unsinnig weite Strecken:.”

"Wenn das Auto erstmal auf dem Abschleppwagen eines Betrügers ist, dann haben Sie natürlich Probleme, ihr Fahrzeug im schlimmsten Fall überhaupt wiederzubekommen. Es gab auch schon Einzelfälle, bei denen die Autos über die Landesgrenze hinweggeschafft wurden und wir viele Wochen gebraucht haben, um das Auto wieder nach Deutschland zu bekommen."

“So wurde einmal ein angeblich defektes Urlauberauto von Serbien nach Ungarn abgeschleppt, da die Reparatur nur dort ausgeführt werden könne. Grundsätzlich betreibt der ADAC im Ausland keine eigenen Straßenwacht-Flotte. UnserenVertragspartnern dort wird ausdrücklich  verboten, das Logo oder die Aufschrift des Clubs zu verwenden. Auch verlangt der ADAC nie eine Vorkasse am Pannenort - schon gar nicht in bar.”

“Im Falle einer Panne im Ausland sollte man immer die offizielle Nummer des ADAC-Auslandsnotrufs wählen: 0049-89-222222. Sollte das Handy auf einmal Probleme haben, den Notruf zu erreichen und ein falscher Pannenhelfer bereits bei Ihnen sein, entfernen Sie sich vom Auto. Denn die verwendeten Störsender haben meist nur eine geringe Reichweite.”

"Die Werkstatt, die wir Ihnen schicken, die kennt ihre Mitgliedsnummer, die kennt ihre Daten. Das ist eigentlich die beste Prüfung, um zu wissen, ob der Pannenhelfer wirklich vom ADAC kommt."

Und schließlich die grundsätzliche Empfehlung:

“Wer Opfer der falschen Pannenhelfern geworden ist, sollte am besten Anzeige wegen Betrugs erstatten; der ADAC wird ihn dabei unterstützen. Der ADAC kann auf die Betrüger nur mit einer Unterlassungsklage wegen unerlaubter Verwendung des Markennamens reagieren, was er im Normalfall auch tut. Denn er hat ein großes Interesse daran, die betrügerischen Pannenhelfer aus dem Verkehr zu ziehen; schließlich schädigen diese sein Image und den Namen des Autoclubs. “


Quelle: ADAC/ds/28.07.2019
 
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