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Rechter Aufmarsch zu Polens Unabhängigkeitstag Drucken E-Mail
Am 101. Jahrestag der polnischen Unabhängigkeit beteiligten sich Zehntausende an dem traditionell von verschiedenen rechten Gruppen organisierten "Unabhängigkeitsmarsch". Die nationalkonservative Regierungspartei PiS war dieses Jahr nicht dabei. Aus ganz unterschiedlichen Gründen sorgen sich Kommentatoren nun um die Zukunft des Landes.

kryptyka poliyczna: Ein neuer Faschismus bedroht die Demokratie. Aus den Unabhängigkeitsmärschen erwächst eine neue rechtsradikale Bewegung, fürchtet das linksorientierte Onlineportal:

„Die PiS will die politische Szene so gestalten, dass sie selbst im Zentrum steht. Links davon wird es einen Kampf zwischen PO und der Linken geben. Und rechts? Rechts der rechtsextremen Konfederacja schmiedet sich langsam eine Einheit, die der Partei Opportunismus und den Verrat der Ideale vorwirft. Wenn sich die alte faschistische Tradition nicht durchsetzt (wenn also kein gemeinsamer Duce gefunden wird), können wir die Bildung einer streng faschistischen Partei erwarten, nach dem Vorbild der CasaPound Italia. Es ist ein Schmelztiegel, in dem auf einem der nächsten Unabhängigkeitsmärsche gekocht wird. Frohe letzte Jahre der Demokratie!“

wPolityce: Die Unabhängigkeit ist in Gefahr. Die Gegendemonstrationen und die Kritik liberaler Medien sind für das nationalistische Onlineportal ein Hinweis dafür, dass Patrioten die Unabhängigkeit gegen den Feind im eigenen Land verteidigen müssen:

„Der Nationalstaat ist eine Struktur, in der die Demokratie am besten funktionieren kann und in der jeder die Chance hat, gemeinsame Themen zu beeinflussen. ... Die Tatsache, dass am Unabhängigkeitstag so viele Menschen lautstark erklärt haben, dass sie das nicht interessiert, muss für alle Polen, die sich um das Schicksal ihres Heimatlandes sorgen, ein Hinweis dafür sein, dass sie die Unabhängigkeit heute wieder verteidigen müssen, dass diese Unabhängigkeit nicht selbstverständlich ist.“

Quelle: eurotopics Presseschau/bpb/ds/12.11.2019

 
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