Home arrow Panorama arrow Mit Drohne Tierquälerei auf polnischen Pelzfarmen aufgedeckt
Mit Drohne Tierquälerei auf polnischen Pelzfarmen aufgedeckt Drucken E-Mail
  Obwohl es keine Pelzfarmen mehr in Deutschland gibt, wird dennoch bundesweit Pelz an Jackenkrägen, Mützen und Accessoires verkauft. Das Deutsche Tierschutzbüro ist daher der Frage nachgegangen, woher diese Pelze ursprünglich stammen. Die Spur führte nach Polen. Mit über 800 -1000 Pelzfarmen mit insgesamt über fünf Millionen Pelztieren hat sich Polen in den letzten Jahren zu einem der größten Pelzproduzenten Europas entwickelt.

„Nerzfarmen mit über 100.000 Tieren sind keine Seltenheit. Solche Farmen sind nicht nur sehr groß, sondern werden auch sehr gut  bewacht und gesichert. Einige Farmen haben hohe Mauern mit Stacheldraht, sogar Wachtürme und Videokameras errichtet, damit niemand hinter die glänzende Fassade der Pelzindustrie schauen kann“,sagt Denise Weber, die Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbüro. Bei der Undercover-Recherche wurde deshalb auch eine Drohne eingesetzt.

Jetzt im November findet die sogenannte "Pelzernte" auf den Farmen statt. „Das bedeutet, die Tiere werden aus ihren Käfigen gezogen und auf brutale Weise per Vergasung oder Stromschlag getötet, um ihnen das Fell abzuziehen. Ein grausamer Tod, der auf ein qualvolles Leben im Käfig endet“, so Denise Weber.

Eine kleine  Polarfüchsin konnten die Tierschützer retten. Sie lebt jetzt auf einem Lebenshof in Deutschland und genießt ihr Leben in Freiheit. „Mascha“ haben die Tierschützer ihr als Namen gegeben – und ein Foto von ihr (siehe oben) der Informations-Kampagne "An deinem Pelz hängt mein Herz"  vorangestellt.

Im deutschen Tierschutzgesetz heißt es in § 1: „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung  des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund  Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“.

Deshalb werden auch deutsche Massentierbetriebe mit aufwendiger Überwachungstechnik gegen Tierschützer gesichert. Denn es wird nicht nur für den heimischen Bedarf „produziert“, Deutschland ist Europas größter Exporteur mit  jährlich rund fünf Millionen Tonnen Fleisch.


Quellen: deinpelz-meinherz.de/BUND/ds/14.11.2019
 
< Zurück   Weiter >
(C) 2020 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.