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Erzischof Gadecki bittet um Verzeihung für Vorgänger Drucken E-Mail
  Der Posener Erzbischof Stanislaw Gadecki hat um Entschuldigung für den Skandal um seinen Mitte November verstorbenen Vorgänger Juliusz Paetz (Foto) gebeten. 2001 hatte eine Gruppe katholischer Geistlicher und Intellektueller Paetz zum Rücktritt aufgefordert und in einem Brief an die päpstliche Nuntiatur in Warschau behauptet, er habe jahrelang Priester und Seminaristen sexuell missbraucht. Paetz bestritt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zwar entschieden, reichte aber 2002 seinen Rücktritt bei Papst Johannes Paul II. ein. Später machte er mehrfach Schlagzeilen, weil er an Versammlungen der Bischofskonferenz und an öffentlichen Messen teilnehmen wollte.

84jährig starb er am 15. November, beerdigt in einem Familiengrab. Eine Beisetzung in der Posener Kathedrale bedeute eine „Schändung des Andenkens der dort ruhenden Kirchenmänner", argumentierten Geistliche und Gläubige in einer Petition an Erzbischof Gadecki.
 
„Verzeihung für das Ärgernis, das in der Erzdiözese geschehen ist. Aus tiefstem Herzen bitte ich um Entschuldigung bei den Menschen, die sich verletzt fühlen“, hieß es in seinem am Sonntag in den Gottesdiensten verlesenen Hirtenbrief zum Advent.

Quellen: KNA/Vaticannews/ds/03.12.2019
 
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