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Regierung ernennt „Verteidiger des guten Namen Polens“ Drucken E-Mail
Wer meint, etwas verteidigen zu müssen, kommt oft nicht ohne Blessuren davon. Polens nationalonservative PiS-Regierung erfährt das mit ihrer Geschichtsschreibung, die ein Volk des Heldentums und der Opferbereitschaft auszeichnet. Das hat der Regierung  Kritik aus Israel und den USA beschert: in den USA von der mächtigen jüdischen Diaspora, auch für gebürtige Polen sind die USA größtes Einwanderungsland. Nun hat Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sein Parteimitglied Jan Michał Dziedziczak (Foto) zum Generalbevollmächtigten der Regierung für die Unterstützung der polnischen Gemeinden im Ausland ernannt.


Er soll dafür sorgen, dass sich  die Diaspora-Polen als "Verteidiger des guten Namens Polens" einsetzen.

Dziedziczak (38) war seit 2007 Stellvertretender Sejmmarschall, Pressesprecher der Regierung und persönlicher Berater von Jarosław Kaczyński.

Seine Ernennung  zum Generalbevollmächtigten für die Polen im Ausland wird von der durchaus regierungsnahen Tageszeitung Rzeczpospolita erstaunlich unverblümt als „Schlag gegen den Senat“ kritisiert. Dort hat die Opposition die Mehrheit, und im Senat wurde bisher über die Höhe des Budgets für Diaspora-Projekte entschieden.

Vergangenes Jahr waren rund 30 Millionen Euro bereitgestellt worden.


Quelle: Polskieradio/ Rzeczpospolita/ The Warsaw Voice/Foto:Facebook/ds/21.1.019
 
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