Home arrow Panorama arrow Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau meldet rund 2.3 Mio. Besucher
Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau meldet rund 2.3 Mio. Besucher Drucken E-Mail
  Rund  2.3 Millionen Besucher haben 2019 die KZ-Gedenkstätte  besucht, etwa 170.000 mehr als im Vorjahr. Die seit drei Jahren deutlich zunehmenden Besucherzahlen führt Museumsprecher Bartosz Pyzel  auf das Angebot von Gruppenführungen zurück, für die mittlerweile 344 Mitarbeiter*innen zur Verfügung stehen. Sie decken derzeit 21 angebotene Sprachen ab, Fernziel sind 30 Fremdsprachen. Dieses Angebot, Pyzel nennt es die „vollständigste Art und Weise, die Geschichte kennenzulernen“, überzeuge Reiseagenturen mit dem Ergebnis, dass sich  im vergangenen Jahr bereits 81 Prozent der Besucher für eine Gruppenführung entschieden haben.


Die  meisten Besucher, kamen 2019 aus Polen (369.000), gefolgt von Briten (200.000), Amerikanern (120.000) und Italienern (104.000). Aus Deutschland fuhren 73.000 Gruppenreisende nach Auschwitz-Birkenau, nur wenige mehr als aus Spanien (70.000) und Frankreich (67.000). Auch 59.000 Israelis kamen als Teil organisierter Fahrten in die Gedenkstätte.

Möglich geworden ist die konzeptionelle Neuausrichtung, als der Erhalt der 150 Gebäude umfassenden größten  Nazi-Vernichtungsstätte auf ponischem Gebiet vor dem Verfall stand.

120 Millionen Euro seien für die Restaurierungen erforderlich, hieß es 2015 in einem weltweiten Spendenaufruf.. Nachdem diese Summe nicht annähernd erreichbar schien, füllte Deutschland den Erhaltungsfond mit 60 Millionen Euro. Drei Jahre später, am 6. Dezember 2019, war Kanzlerin Merkel auf Staatsbesuch in Polen – und nach ihren Amtsvorgängern Kohl und  Schröder auch Auschwitz-Birkenau.

Eine Pleite der Gedenkstätte stand nicht mehr zu befürchten, aber alles was steht, braucht Pflege. Merkel ließ weitere 60 Millionen Euro dem Gedenkfond zukommen.

Insgesamt sind Schäzungen zufolge rund 180 Millionen Euro  als Spende in den Fond geflossen: 120 Mio. Euro aus Deutschland, 60 Mio. Euro von sonstwoher.

Geschäftlich ist die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau vom Pflegefallstatus längst erlöst.
Aus historischer  Sicht indes ein Brennpunkt, an dem sich Polen und Russland erwärmen. Wo Putin als Gedenkfestfeier-Redner nicht erwünscht ist, lädt sich Polens Präsident Duda ein - und vice versa.

Quellen: PAP/auschwitz.org/ds/12.ß1.2020
 
< Zurück   Weiter >
(C) 2020 www.polentoday.de
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.