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Warschaus Airport Chopin kriegt Problem mit Passagieraufkommen Drucken E-Mail
Als im Juni 2018 Polens Regierung den Bau eines Großflughafens ankündigte, etwa 40 Kilometer unweit von Warschau, wurden zwei Gründe gennannt: Warschaus Airport muß dringend entlastet werden vom Großflughafen als neues Drehkreuz für Osteuropa. Rund acht Milliarden Euro würde das Mammutprojekt kosten, in etwa sechs Jahren fertig sein für jährlich 30 Millionen Flugpassagiere mit bis zu doppelter Aufnahmekapazität.

Berlins geplanter Großflughafen BER schreckte nicht, doch nach fast zwanigjährigem Bauchaos mit einer Kostenexplosion auf rund 20 Milliarden Euro gilt die Inbetriebnahme im kommden Jahr als sehr wahrscheinlich.

Seitdem ist das polnische Flughafen-Drehkreuz kein aktueller Medienaufmacher mehr, sondern Warschaus Chopin-Airport wird gelobt – und seine Zukunft infrage gestellt.

Der Ausbau an Service-Kapazitäten ist durch Umweltauflagen begrenzt. 2004, dem Jahr von Polens EU-Beitritt, betrug das Passagieraufkommen 6.1 Millionen Personen. 2015 waren es 15.7 und im vergangenen 18.8 Millionen. Nur wenige Flughäfen in Europa können vergleichbare Wachstumsraten aufweisen.

 Hinzu kommt, dass Polens Staatsflieger LOT am Chopin-Airport die meisten Flüge abwickelt. Vergangenes Jahr waren es 9.7 Millionen Personen mit Buchungen innerhalb des Schengenraums.

Quellen: thenews.pl/PAP/dpa//ds/16.01.2020
 
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