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Polnische Approdenten fordern Zulasssung in Deutschland Drucken E-Mail
20 Absolventen des Asklepios Studiengangs der Pommerschen Medizinischen Universität in Stettin, die auf ihre deutsche Approbation warten, haben jetzt eine Petition eingereicht, um in Deutschland als Ärzte arbeiten zu können. Noch immer wird jungen Ärzten, die im Juni 2019 ihr Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen haben, die Approbation in Deutschland verwehrt. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet.

Quelle: aerzteblatt.de/ds/04.02.2020


Das Problem ist, dass den Absolventen das polnische sogenannte „Staz podyplowy“ (Staz) fehlt, das einem bis zum Jahr 2004 in Deutschland vorgesehenen AiP (Arzt im Praktikum) entspricht, sowie das LEK, eine Aufnahmeprüfung für das Staz.

Wie Absolventen des Studiengangs dem Deutschen Ärzteblatt berichteten, handelt es sich bei Staz und LEK um landesinterne Zusatzprüfungen, die beim internationalen Studium nicht vorgesehen sind. Für beide sei das Beherrschen der polnischen Sprache erforderlich, während das von deutschen Studierenden absolvierte internationale Programm vollständig aus englischen Studieninhalten bestehe.
Es umfasse 5.500 Unterrichtsstunden und sehe ein Praktisches Jahr vor. Laut der Richtlinie 2005/36/EG (aktuelle Fassung vom 15.04.2019) der Europäischen Union gilt in Polen eine ärztliche Ausbildung aber erst als abgeschlossen, wenn neben dem Diplom der ausbildenden Universität zusätzlich noch eine Bescheinigung über das Staz und die entsprechende mündliche Prüfung LEK beigebracht wird.
„Polen muss die EU-Richtlinie präzisieren. Diese Präzisierung brauchen wir dringend, damit wir die Approbation rechtssicher erteilen können“, sagte Ursula Nonnemacher (Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.
Quelle: ärzteblatt.de/ds/04.02.2020
 
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