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Jeder vierte europäische Neupriester stammt aus Polen – noch. Drucken E-Mail
  Jede vierte Priesterweihe in Europa findet in Polen statt. Dies geht aus Zahlen des polnischen Institut für Statistik der Katholischen Kirche (ISKK) hervor, die von dem Nachrichtenportal "deon.pl" am Freitag veröffentlicht wurden. Demnach wurden 2017, dem Jahr, aus dem die aktuellsten Zahlen vorliegen, in Europa 1.272 Priester geweiht, davon 26 Prozent (330) in Polen. Weltweit gab es im selben Jahr insgesamt 5.800 Priesterweihen. Doch die Zukunft der Kirche gestaltet sich dornenreich, und es ist Polens Katholische Kirche, die besonders von Sorgen heimgesucht wird.

Überdurchschnittlich viele Priester haben seit 2018 den Klerikerstand verlassen. Von den 146 europäischen Geistlichen waren es ISKK-Angaben zufolge 73 polnische Diözesanpriester. 2019 haben 498 Priesteranwärter ihre Ausbildung aufgenommen, im Jahr zuvor waren es 122 mehr.

Einer Anfang 2020 veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Zeitung "Rzeczpospolita" zufolge ist das Vertrauen in die Kirche im Vergleich zu 2017 um 13 Prozentpunkte gesunken. Nur noch 39,5 Prozent der Befragten gaben an, der Kirche zu vertrauen. 2017 waren es noch 52,7 Prozent.

Dabei zeigt sich eine große Polarisierung der Bevölkerung. Unter den Wählern der Regierungspartei PiS vertrauen 63 Prozent der Kirche, unter den Anhängern der Opposition 37 Prozent.

Der Rückgang wird vor allem mit dem Umgang mit Missbrauchsfällen in der Kirche begründet.

Dem setzt der Vorsitzende der Rektorenkonferenz der Priesterseminare, Wojciech Wojtowicz, eine andere Reihenfolge entgegen mit dem Geburtenrückgang und  einem abnehmnehmbaren Glauben unter Jugendlichen.

Quellen:deon.pl/kathweb/Rzeczpospolita/ds/18.02.2020
 
 
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