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Von der Gestapo ermordeter Priester vor Seligsprechung Drucken E-Mail
    In Polen wird ein weiterer im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Besatzern hingerichteter katholischer Geistlicher seliggesprochen. Es handelt sich um Pfarrer Jan Macha (1914-1942), der am 17. Oktober in der Kathedrale im südpolnischen Kattowitz zur Ehre der Altäre erhoben werden soll. Dies teilten die Erzdiözese Kattowitz und die Polnische Bischofskonferenz mit. Geleitet wird die Feier vom Präfekten der Selig- und Heiligsprechungs-Kongregation im Vatikan, Kardinal Giovanni Angelo Becciu.

Macha wurde im Juni 1935 zum Priester geweiht. Als Pfarrer einer Gemeinde im oberschlesischen Ruda unterstützte er polnische Familien, die unter den deutschen Besatzern litten. Die Geheime Staatspolizei Gestapo verhaftete ihn im September 1941 in Kattowitz. In wechselnde KZs verlegt vergab er seinen Vernehmern die ihm zugefügten Foltern und schrieb seiner Schwester, dass er bald sterben wird., woraufhin seine Mutter nach Berlin fuhr ein Gnadengesuch.. Doch im Juli 1942 erging sein Todesurteil mit vollstreckter Enthauptung am 3. Dezember 1943.

Jeder vierte polnische Priester wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nazis ermordet, über 100 von ihnen sind inzwischen von der  katholischen Kirche selig gesprochen.

Für Machons vatikanische Seligsprechung haben sich führende polnische Kirchensprecher i eingesetzt. Papst Franziskus hat ihrer Petition seinen Segen erteilt.

Quellen: KNA/Wikipedia/ds/23.02.2020
 
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