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Grenzen dicht: Bei Heimreise 14-tägige Quarantäne. Drucken E-Mail
  "Dies sind schwierige Entscheidungen, aber mit ihnen können wir noch härtere Zeiten vermeiden. In mehreren westlichen Ländern sind Schutzmaßnahmen zu spät ergriffen worden, diesen Fehler wollen wir vermeiden“, sagte Regierungschef Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau. Deutschland erwähnte er nicht, obwohl das westeuropäische Straßennetz nur über deutsches Pflaster zu polnischen Grenzstellen führt.
Dort angekommen sind die heimreisenden Polen nun Ausländern gleichgestellt: Die Ausländer müssen draußen bleiben, sollten die Heimfahrenden etwa auch virusbefallen sein, werden sie mit einer 14-tägigegen Qurantäne versorgt.

Die Prüfung läuft ab Samstagmitternacht 14 Tage und könnte laut Innenminister  Mariusz Kaminski um weitere 20 Tage verlängert werden.

Dürfen sie spätestens dann virusentsorgt wieder ihr Land verlassen, um  ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sich erneut in Deutschland und sonstwo westwärts aufhalten? Und müßten sie sich bei der Rückkehr wieder der Grenzkontrolle mit erneuter Quarantäne unterziehen?

Zehntausende Polen  sichern die Lieferketten von West nach Ost. Und wer mit dem Flieger plant, sieht auf den Anzeigetafeln „Cancelled“ für Polen, ausgenommen LOT.

Das war´s dann wohl für eine Weile mit Polens Wirtschaftsaufschwung. Seit Jahren glänzt das Land als EU-Spitzenreiter mit drei bis vier Prozent Wirtschaftswachstum.

Abschmieren könnte der heimische Konsummarkt, sollte der Virus auch Polen in voller Härte infizieren. Vorsorgend wurde deshalb entschieden, alle Geschäfte in Einkaufszentren zu schließen - mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Kneipen, Bars, Spielcasinos und Restaurants sollen ebenfalls dichtmachen – außer radelnde Lieferservices. Und Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern sind untersagt.

Amazons Lager in Polen liefern über 50 Prozent der Bestellungen nach Deutschland, dann ist Deutschland Polens größter Abnehmer von Möbeln. Nur zwei Beispiele des deutsch-polnischen Grenzverkehrs auf der Straße.

WHO-Experten  hoffen, den pandemischen Coronavirus 2021 unter Kontrolle zu kriegen.
                              
                      
Quellen: WHO/bdi/perspective daily/ds/14.03.2020
 
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