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LOT, Condor und Corona. Drucken E-Mail
Die Übernahme des Ferienfliegers Condor durch LOT ist vom Tisch. Nun macht die polnische Regierung die deutschen Verhandlungspartner für das Scheitern verantwortlich. Schatzminister Jacek Sasin sagte dem Rundfunksender RMF, Polen werde für den Rückzieher aus dem Vertrag keine Entschädigung zahlen. Dies hatte Condor gefordert. "Wir werden keine Strafen zahlen, weil (unser Rückzug) nicht unsere Schuld ist, sondern daran lag, dass die andere Seite die Vertragsbedingungen nicht erfüllt hat." Was er damit genau meint, ist bislang unklar.

Über die Zukunft von Condor wird nun spekuliert. Größte Aussicht wird Überlegungen gegeben, den Ferienflieger unter den Schutzschirm-Kredit der KfW-Bank (380 Mio. Euro) zu belassen und noch 200 Mio. Euro für die Überwinterung draufzulegen.

Im Frühjahr 2021 könnte eine neue Ausschreibung angesetzt werden im Bereich von rund 600 Mio. Euro Verkaufspreis und der Hoffnung, dass das Coronavirus mitspielt.

Der zusätzliche 200 Millionen-Überwinterungskredit  beschäftigte, so wird vermutet, auch die LOT-Verhandlungsleute. Allerdings als Kreditsumme für die Staatslinie aus dem Staatsbudget.

380 Mio. Euro Ablöse an die KfW-Bank plus 200 Mio. Euro aus dem eigenen Haushalt zirkulierten als Gesamtpreis  für die Übernahme

Die Gespräche begannen im Januar, als vom Coronaviris in China zu hören war. Anfang  April war klar, das dasVirus auch die europäischen Staatshaushalte fleddern wird

Condor kaufen und  gleichzeitig LOT retten, sprengte selbst die Vorstellungkraft von Premier Morawiecki, dass Polen unter ihm gerüstet sei, als globaler Aufkäufer auftreten zu können.

Quellen:PAP/DPA/Polskieradio u.a./ds/22.04.2020
 
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