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Mangelhafte Note am “Welttag des Buches“ Drucken E-Mail
1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, eine Reaktion auf das neue Medium Internet mit Wikepedia und Verkaufsportalen mit Büchern und E-Books im Angebot. So begann der kometenhafte Aufstieg von Amazon und nährte Prognosen vom Untergang des traditionellen Buchhandels. Doch aktuelle Zahlen zeigen, dass der stationäre Buchhandel noch deutlich marktbeherrschend ist. Beispiel Deutschland 2019: Von 9.13 Milliarden Euro Umsatz entfielen 1.07 Milliarden auf Internet-Anbieter. Virus-Pandemien werden dem stationären Handel stärker zusetzen. Auch die UNESCO macht sich Sorgen: Der „Welttag des Buches“ hat keinen Kaufstimulus ausgelöst.

Im Gegenteil: Die Lücken in den Buchregalen der Privathaushalte werden von Jahr zu Jahr breiter, wie ein Vergleich in den klassischen Lesenationen Europas zeigt:

Danach waren 2019 im Durchschnitt 115 Bücher je Haushalt  vorhanden. Am vollsten sind die Regale mit 218 Büchern in Estland. Es folgen Norwegen (212), Schweden und Finnland (je 210), Tschechien (204) Dänemark (192) Russland (154) und Deutschland (151).

Polen taucht im 25-EU-Staaten-Ranking nicht auf. Die Gründe liefern nationale Erhebungen. Danach haben 39 Prozent der Polen 2019 kein Buch gekauft, im Jahr zuvor waren es 37 Prozent.

Sechs von zehn Polen gaben an, 2019 kein Buch gelesen zu haben. Informationen beziehen sie aus dem Internet.

Quellen: UNESCO/IAR/ds/28.04.2020
 
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