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Corona und die Luftfahrt: Rettung um jeden Preis? Drucken E-Mail
Die Corona-Pandemie hat die Passagier-Luftfahrt praktisch lahmgelegt. Fast alle Airlines kämpfen deshalb um ihre Existenz. Regierungen stellen sich indes die Frage, ob und wie sie strauchelnde Firmen retten sollen. So soll in Deutschland kommende Woche über Staatshilfen für die Lufthansa beraten werden, nachdem diese mitteilte, sich nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren zu können.

wPolityce: Nach der Krise wartet ein unberührter Markt.
Auf die überlebenden Airlines wartet nach der Krise ein Riesengeschäft, kommentiert Polensnationalistisches Onlineportal:

„Derzeit kämpft die Luftfahrtindustrie ums Überleben. Für die, die es schaffen, heute mehr Geld zu erhalten und zu überleben, wird sich nach der Pandemie ein fast unberührter Markt eröffnen, den es zu erobern gilt. In ihrem Fall wird sich das investierte Geld wahrscheinlich zurückzahlen. Dies können wir auch daran sehen, dass schon heute die Aktienkurse von Lufthansa und Air France-KLMsteigen. Daher wäre es toll, wenn auch die polnische Lot zu den Überlebenden zählen würde.“

Die Presse: Staatshilfen nur gegen Mitspracherecht. Der Staat sollte Fluglinien wie die Lufthansa nur retten, wenn er dafür mitreden darf, fordert Österreichs liberal-konservative Tageszeitung:

„[D]ie Fliegerei wird ja lang nicht zu alter Pracht zurückkehren. Bei einem zu tiefen Griff in die Beihilfenkasse besteht also durchaus die Gefahr, dass nicht haltbare Überkapazitäten mit Steuergeld konserviert werden. Insofern ist das Vorhaben der deutschen Regierung, die Rettung auch mit Eigenkapital - Cash gegen Aktien - zu versuchen, ein guter Weg. Sofern er wirklich mit stimmberechtigten Aktien gegangen wird. ... Österreich ... sollte auch diesen Weg gehen. ... Es ist der einzig marktwirtschaftliche. Und der einzige, der garantiert, dass - wenn sich das Unternehmen wieder erholt und der Aktienkurs steigt - die Steuerzahler nicht auf der gesamten Rechnung sitzen bleiben.“

Quelle:eurotopics Presseschau/bpb/ds/29.04.2020
 
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