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Pol'and' Rock-Festival in Quarantäne Drucken E-Mail
  Europas größtes und schrillstes Rockfestival fällt in diesem Jahr aus, 3.600.000 Gesichtsmasken bleiben verpackt, klinische Ausrüstungen wurden abbestellt, das gesparte Geld aus einer Spendenaktion will Veranstalter Jurek Owsiak medizinischem Personal in Polen zukommen lassen. Was am letzten Juli-Wochenende in diesem Jahr abgehen sollte, zeigt die mehrsprachige Website, denn es kommen Hunderttausende Rockfans aus Europa und Tausende aus den USA, um nachzuerleben, was 1969 ihre Eltern in Woodstock zudröhnte.


2004, Polen war der EU beigetreten, nahm sich Jurek Owsiak vor, das inzwischen legendäre Woodstock-Festival in Polen auferstehen zu lassen.

Auf einem aufgegeben Militärgelände in der grenzgeteilten deutsch-polnischen 20.000-Einwohner-Stadt Kystrin/Küstrin legte er los mit der „Haltestelle Woodstock“. Und sie artete aus wie einst Woodstock in schlammigen Gelände.

Der Eintritt war frei, die Teilnahmerzahl nahm Richtung eine Million zu – und wurde von der 2015 amtierenden PiS-Regierung mit kirchlichem Segen ausgebremst. Hinzu kam ein Rechtsstreit, der den Namen „Woodstock“ untersagte. PiS. Kirche und „ohne Woodstock“ setzten dem neuen Namen Pol'and'Rock zu, 2019 wurden rund 400.00 Festival-Teilnehmer gemeldet.

Gegensteuern will Veranstalter Jurek Owsiak mit einem angekündigten Online-Festival.

Und er setzt darauf, dass der  Corona-Pandemie keine weitere Katastrophe folgt.

2021 will er Pol'and' Rock vom 28. bis 31. Juli in Kostryn wieder krachen lassen.

Quellen: APA/PAP/Pol`and Rock`/ds/30.04.2020
 
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