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Gesundheitsminister: Rauchen viel gefährlicher als Corona Drucken E-Mail
  Mit frühzeitigen Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus hat Polen die Zahl der  Todesfälle bisher aufällig niedrig halten können, am Pfingstsonntag waren es 1.064 im Zeitraum von rund drei Monaten. Im gleichen Zeitraum sind um ein Vielfaches mehr Menschen dem Rauchertod erlegen. Darauf machte Polens Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Pfingstsonntag mit  einem warnenden Appel aufmerksam. Es ist der Tag, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 1988 zum Weltnichtrauchertag ausgerufen hat.

Laut Szumowski  sterben in Polen jährlich rund 70.000 Raucher*innen frühzeitig. Knapp über ein Viertel der Bevölkerung raucht Zigaretten, darunter 31 Prozent Männer und  21 Prozent Frauen. Sie inhalieren mit dem Zigarettenkonsum bis zu 70 giftige Substanzen, darunter als häufigste Lungenkrebs auslösend

17 Prozent aller Todesfälle gehen auf Zigarettenkonsum zurück. Die Behandlungskosten belaufen sich für den Staat auf jährlich rund 220 Millionen Euro.

Allerdings holt er sich Entlastung durch Besteuerung des rund acht Milliarden Euro Umsatz starken Marktes.

Doch wie am Beispiel des Coronavirus verhält es sich mit Polens Raucherbilanz.

Im Corona-Hotspot-Land China wird geraucht wie nirgendwo sonst:

Von den weltweit regelmäßig rauchenden 1.7 Milliarden Personen leben insgesamt 20 Prozent in China mit einer landesinternen Raucherquote von rund 40 Prozent.

Quellen: WHO/PAP/ds/01.06.2020
 
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