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Drogenschmuggel: Deutscher Zoll schläft, Polen stoppt Millionencoup. Drucken E-Mail
Bayerns Grenzbeamte verhinderten vergangene Woche Drogenschmuggel nach Polen: Einem 25-jährigen Polen wurden 26 Gramm Marihuana aus der Socke genommen, Tage später bei einem 39-jährigen Polen ein Tütchen Marihuana in dessen Unterhose entdeckt. Seit Dienstag ist bekannt, dass im Hamburger Hafen eine Ananas-Ladung  nach Polen als unbedenklich durchgewinkt wurde: 155 Fässer mit gefrorenem Ananas-Fruchtfleisch in Dosen. Eingetroffen in Gdynia (Gdingen), entdeckten  die polnischen Grenzschützer  mehr als im Fruchtfleisch üblich ist: gesamt 275 Kilo Heroin im Rohwert von  14 Mio. Euro, gestreckt verkauft im Wert von rund 675 Mio. Euro.


Hätten Hamburgs Kontrolleure besser funktioniert, wäre es dennoch für Kanzlerin Merkel kein TV-Auftritt wert gewesen.

Polens Ministerpräsident Marowieki ist da ganz anders gestrickt als Verkünder von Meldungen, die Polen gut tun; kommt auch noch ein besseres Ergebnis im Vergleich mit Deutschland heraus, umso besser. Zudem steht die Präsidentschaftswahl am 28. Juni an – und so trat Morawiecki vor den TV-Kameras auf, um Details zur Schmuggelaktion bekannt zu geben, die nicht deutsche, sondern polnische Grenzkontrolleure aufdeckt haben.

Danach handelt es sich um einen Transport der Drogen-Maffia in Equador. Bestimmt gewesen sei er über Hamburg und Gdynia für den polnischen und skandinavischen Markt.

Quellen:AFP/PAP/ds/10.06.2020
 
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