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Handelskrieg USA-China aktiviert Polens Möbelindustrie Drucken E-Mail
  Polens Möbelindustrie ist die erfolgreichste Wirtschaftsbranche des Landes mit fast 40 Prozent Anteil am nationalen Gesamtexport. Das verdankt sie üppigen  EU-Fördermitteln, die 28.000 Betriebe modernisiert oder ihre Gründung mitfinanziert haben. Mit jährlichen Wachstumsraten zwischen vier bis fünf Prozent überholte Polens Möbelindustrie 2017 das Exportergebnis von Italien und schloß 2019 zu Deutschland auf. Dann richtete die Corana-Krise ein Debakel an. Aufträge fielen aus, vor allem die deutschen Discounter als Hauptabnehmer mit 4.5 Mrd. Euro  zogen den Sparstrumpf an. Massenentlassungen waren die Folge, Kurzarbeit-Regelungen gibt es nicht in Polen. Doch Hoffnung keimt auf, seit der Handelskrieg USA - China immer mehr eskaliert.

Die USA als weltgrößter Möbelimporteur (2018:33 Mrd. Euro) und China als weltgrößter Möbelexporteur (43 Mrd. Euro) beharken sich mit Strafzöllen. Polen und Deutschland teilten sich 2019 Rang zwei im USA-Markt mit je 10 Mrd. Euro. -  und wollen profitieren von Chinas Exporteinbruch.

Dabei scheint Polen früher als Deutschland in die Gänge gekommen zu sein. Während sich Deutschlands Verband der Möbelindustrie erst einmal ein nationales Logo  für die Ära n.Chr. Corona  hat patentieren lassen, stand Polens staatliche Investitions- und Handelsagentur PAIH bereits inVerhandlungen mit marktführenden US-Importeuren.

Im Herbst findet iim US-Staat Carolina die weltgrößte Messe für Möbel aus Naturhölzern statt. Bislang war China der mit Abstand dominierende Anbieter auf der „High Point Market Show“.

PAIH habe sich bereits die attraktivsten Ausstellungsflächen gesichert, meldet die Agentur PAP.

Quellen: PAIH/PAP/ds/17.07.2020
 
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