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Warschaus Kulturpalast: Einst verspottet, heute gefeiert. Drucken E-Mail
  Stalins Geschenk an das „kommunistische Brudervolk Polen"wurde in der Rekordzeit von drei Jahren gebaut und am 22.Juli 1955 feierlich eröffnet.“Happy Birthday Kulturpalast" wünscht die Website von PolskieRadio. Der bombastische Koloß im Zentrum der Stadt präsentiert sich im Baustil des russischen Neoklassizismus, abschätzend Stalins Zuckerbäckerstil genannt oder noch spöttischer klassifiziert als „Albtraum eines betrunkenen Zuckerbäckers“. In den 1990ern ließen Regierungen Dynamit-Spezialisten berechnen, wie sich der Betonklotz in die Luft jagen lassen könne, Außenminister Sikorki war 2009 der Letzte, dem danach war. Doch schließlich beruhigten sich die Gemüter, Baukolonnen rückten an für eine aufmotzende Innenrestaurierung.

Die Arbeit drückte sich wortreich ergänzend aus in Kultur-und Wisenschaftspalast – voll mit über 3.000 Räumen, vier Theatern, drei Museen, mehreren Kinos, Restaurants usw. Am 2. Februar wurde er unter Denkmalschutz gestellt.

Heute ist er einschließlich Antenne mit  237 Metern das höchste Bauwerk in Polen. 42 Etagen hochführend  bietet sich in der 30. Etage in 114 Metern Höhe eine Aussichtsplattform mit atemberaubender Panoramasicht.

Ursprünglich war die Außenfassade in Weiß, inzwischen hat Luftverschmutzung braun-beige Patina angelegt, doch nachts ist sie überfutet mit Laser-und Lichtillummationen wie kaum sonst in Europa.

Stalin hat sein Geschenk nicht gesehen. Er ruhte bereits seit zwei Jahren im Mausoleum auf dem Roten Platz.


Quellen: PolskieRadio/info/kulturpalast-in-warschau/Foto:wikipedia.org/ds/22.08.2020
 
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