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Duda vor Amtseinführung der besonderen Art Drucken E-Mail
  Seit Polens Oberstes Gericht Päsident Duda bestätigt hat, dass er zu Recht Präsident bleiben darf, wissen über 5.800 Bürger*innen, dass ihre Beschwerden ratzfatz sorgfältigster Prüfung nicht standhalten konnten. Und 93 Beschwerden deshalb für die Tonne waren, weil sie laut Oberstem Gericht für das Wahlergebnis ohne Bedeutung waren. Das sichert dem Obersten Gericht eine Eintragung im Guinness-Buch der Weltrekorde. Wo gibt es sonst eine Regierung, die erklärtermaßen für demokratische Grundprinzipien einsteht mit einer Richterschaft, die in nur drei Tagen Zweifel ausräumt – und nichts gibt auf Beschwerden der OSCE, derzufolge der Wahlkampf mit der geballten Macht der Regierung gezielt Dudas Herausforderer diskreditiert habe.

Heute um zehn Uhr wird Duda zum zweiten Mal als Präsident vereidigt. Man kann davon ausgehen, dass er feierlich versprechen wird, die gespaltene Nation zu vereinen. Doch diesen Salto Mortale wollen ranghohe Politiker nicht goutieren mit ihrer Anwesenheit.

Polens Demokratie-Ikone Lech Walesa, der zweimal gewählte Präsident Aleksander Kwasniewski, Dudas Amtsvorgänger Bronislaw Komorowski und sein Herausforderer im Wahlkampf, Rafal Trzaskowski, werden dem feierlichen Statsakt fernbleiben. Und die Medienvertreter werden mit Interesse beobachten, wer sonst von der geladenen Prominenz was anderes vorhat, als sich unter die Claceure einzureihen.

Duda ist stolz darauf, mehr als andere Staatsoberhäupter im Weißen Haus bei Donald Trump vorbeigeschaut zu haben. Auch das erklärt seine Einzigartigkeit.

Quelle:ds/06.08.2020
 
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