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Coronavirus treibt Lebenshaltungskosten hoch Drucken E-Mail
  Vier von fünf Polen*Innen ächzen unter den virusbedingt  gestiegenden Lebenshaltungskosten. Dabei ist der Lebenshaltungsindex im Jahresvergleich Juli 2019/2020 mit 3.9 Prozent relativ moderat  gestiegen und laut dem Statistikamt GUS mit am niedrigsten im europäischen Ländervergleich. Doch diese Zahl täuscht, denn nicht eingerechnet sind die Preissteigerungen vieler staatlicher Dienstleistungen wie auch beispielsweise Honorarsätze privater Praxen. Rechnet man diese Preissteigerungen mit ein, sehen gar neun von zehn Polen*Innen für die Zukunft schwarz, wie der Warschauer Wirtschaftsdienst BIG InfoMonitor als Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Befragten meldet.

Danach sind die Preise für Obst um 22 Prozent gestiegen, für Fleischwaren um 17  Prozent, für Tiefkühlkost um 13 Prozent und für Zucker um neun Prozent.

Dazu kommen haushaltsbedingte Preissteigerungen für Müllabfuhr und Energiekosten mit  6.6 bis 11  Prozent Steigerung, Finanzdienste wie Banken haben ihre Kosten um durchschnittlich 13 Prozent erhöht, Friseursalons verlangen um neun Prozent mehr und eine Visite in der Arztpraxis hat sich durchschnittlich um acht Prozent verteuert.

Die Hälfte der 1000 Befragten gab an, dass ihre Reserve aufgezehrt wird und an Sparen nicht zu denken ist.


Quellen: GUS/BIGInfoMonitor/ds/07.08.2020
 
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